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Schwere Vorwürfe gegen Erzieherinnen

DRK-Kita in Kleefeld Schwere Vorwürfe gegen Erzieherinnen

Eltern und frühere Mitarbeiter bemängeln die Zustände in einer Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hannover. Nach Informationen der HAZ haben in der Kita Bomhauerstraße (Kleefeld) einige Erzieherinnen Kinder regelmäßig angeschrien, bedroht und beleidigt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Zeitweise sollen sich Mitarbeiterinnen gar nicht mehr um die Kinder gekümmert haben. Inzwischen wurden arbeitsrechtliche Schritte gegen das Personal eingeleitet. Nach Information der HAZ sind dem DRK die Vorwürfe allerdings schon länger bekannt. Der Verband soll jedoch erst eingegriffen haben, nachdem Eltern das Kultusministerium eingeschaltet hatten.

Die Kita hat erst seit dem 1. April geöffnet. „Als ich das erste Mal hier war, war ich richtig begeistert“, berichtet eine Mutter. Sie hatte den Eindruck, dass sich die Erzieherinnen intensiv um die Kinder kümmerten. „Es war eine ganz friedliche Atmosphäre“, berichtet sie. Seit ihr Kind die Kindertagesstätte besucht, hat sich dieser Eindruck allerdings ins Gegenteil verkehrt. „Einige Erzieherinnen verbreiten eine richtig ekelhafte Atmosphäre“, erzählt die Mutter.

Den Berichten von Eltern ist zu entnehmen, wie die kleinen Kinder sogar in Anwesenheit ihrer Eltern von einzelnen Erzieherinnen zurechtgewiesen werden. „Das wird in einer Art und in einer Lautstärke gemacht, die einfach unmöglich ist und vielleicht in eine Kneipe passt“, heißt es. Erzieherinnen schreckten auch nicht davor zurück, Kinder in Anwesenheit ihrer Eltern nachzuäffen. „Das, was da passiert, ist richtig schrecklich“, sagt eine Mutter. Ein Junge, den eine Erzieherin bestrafen wollte, wurde Zeugenberichten zufolge mit der Androhung „Willst du das alles abwaschen?“ in die Spülküche geschoben – obwohl der Junge zu diesem Zeitpunkt schon vor Verzweiflung gebrüllt haben soll.

In einer Gruppe sollen sich die Erzieherinnen zeitweise beim Essen gar nicht mehr um die Kinder gekümmert haben.Dann aber sei gedroht worden, keinen Nachtisch zu bekommen, wenn sie sich nicht ruhig verhielten. Und noch etwas anderes ist den Eltern aufgefallen. „Egal ob morgens beim Hinbringen oder nachmittags beim Abholen: Ständig stehen zwei oder drei Erzieherinnen vor der Tür und rauchen“, berichtet eine Mutter.

In der Kita werden laut DRK 95 Kinder betreut. Es gibt dort drei Krippengruppen und zwei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige. Das DRK betreibt in Hannover 18 Kindertagesstätten.

Das DRK hat inzwischen reagiert. „Wir haben die Vorwürfe ernst genommen“, sagt der für Kitas zuständige Geschäftsführer beim DRK Hannover, Thomas Riechel. Gemeinsam mit dem Kultusministerium sei die Angelegenheit in der Kita geklärt worden. Einer Mitarbeiterin sei gekündigt worden, berichtet Riechel. „Die Qualität, die wir erwartet haben, hat sich in ihrer Arbeit nicht widergespiegelt.“ Gegen eine zweite Mitarbeiterin aus der Einrichtung seinen arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet worden, berichtet Riechel. Nähere Angaben macht er nicht.

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