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Entscheidung über Haftbefehl gegen mutmaßlichen Mörder von Misburg

Freundin erstochen Entscheidung über Haftbefehl gegen mutmaßlichen Mörder von Misburg

Eine 33 Jahre alte Frau ist am Montag tot in ihrer Wohung in Misburg-Nord aufgefunden worden. Am Dienstag fällt die Entscheidung über einen Haftbefehl gegen den Exfreund der Frau. Täter und Opfer stammen aus dem Drogenmilieu.

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Die Polizei und ein Ärzteteam am Tatort in Misburg-Nord.

Quelle: Christian Elsner

Misburg. Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod einer 33-Jährigen in einer Wohnung im Hans-Werner-Lampe-Weg in Hannover-Misburg soll an diesem Dienstag über einen Haftbefehl gegen den früheren Freund der Frau entschieden werden. Das teilte am Morgen die Polizei in der Landeshauptstadt mit. Dem 45 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, die Frau mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper umgebracht zu haben. Der Mann hatte sich am Montag nicht zu dem Vorwurf geäußert. Er soll im Tagesverlauf vor dem Haftrichter erscheinen.

Vermutlich aus Eifersucht hat der 45-jährige Mann seine Exfreundin erstochen. Der Lebensgefährte der Frau fand die 33-Jährige verblutet in ihrer Wohnung auf. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen – sie ist Mutter eines sechsjährigen Sohnes.

Die genauen Hintergründe der Tat konnten am Montag noch nicht geklärt werden. Zwar nahm die Polizei den Tatverdächtigen vorläufig fest, bisher hat er sich aber nicht zu den Vorwürfen geäußert. Erst vor zwei Wochen soll die Beziehung zwischen der Getöteten und dem Mann in die Brüche gegangen sein, so berichtete es am Montag eine Freundin der Frau. Seit einigen Tagen habe sie einen neuen Partner gehabt. „Sie haben sich schon lange gekannt, waren Freunde, dann wurde mehr daraus“, sagte die Freundin.

Am Montagmittag gegen 13 Uhr ist in einer Wohnung im Hans-Werner-Lampe-Weg in Hannover-Misburg eine 33-Jährige erstochen aufgefunden worden. Die Polizei konnte am Abend den 45-jährigen Exfreund der Frau festnehmen, der in dringendem Tatverdacht steht.

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Die getötete Frau lebte in einem Komplex mit Dutzenden Sozialwohnungen im Hans-Werner-Lampe-Weg. Von dort aus war die einst tablettenabhängige Frau am Morgen mit ihrem neuen Freund zu einer Methadonausgabestelle in die Innenstadt gefahren. Dort trafen sie auf den drogenabhängigen Exfreund der Frau. Der soll seine ehemalige Freundin angesprochen und darum gebeten haben, noch einige persönliche Sachen aus ihrer Wohnung holen zu dürfen. Daraufhin fuhr die Frau gemeinsam mit ihrem Exfreund nach Misburg-Nord; ihr neuer Freund blieb in der Innenstadt zurück. Als er gegen 13 Uhr ebenfalls in der Wohnung der Frau eintraf, machte er eine schreckliche Entdeckung. Seine Freundin lag durch mehrere Stichwunden verletzt im Wohnzimmer.

Schnell verdichteten sich die Hinweise, dass der Exfreund die Frau getötet haben könnte. Nachbarn berichteten von regelmäßigen Streitigkeiten zwischen den beiden, in deren Verlauf es zu massiver körperlicher Gewalt gekommen sein soll. „Sie haben beide aufeinander eingeprügelt“, sagte die Freundin. Bereits in der vergangenen Woche soll es zu einem Streit zwischen dem Exfreund und dem neuen Lebenspartner der Frau gekommen sein. „Sie trafen sich durch Zufall auf der Straße und sind aufeinander losgegangen“, sagte eine Nachbarin. Die 33-Jährige habe sich vor ihrem Exfreund gefürchtet. „Sie hatte solche Angst. Ich kann nicht verstehen, dass sie ihn in die Wohnung gelassen hat.“ Die Polizei konnte den Tatverdächtigen wenige Stunden später vor seiner Wohnung in Seelze festnehmen. Er soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der sechsjährige Sohn der Getöteten hat von dem Drama, das sich in seinem Zuhause abspielte, nichts mitbekommen. Der Junge lebt derzeit bei Pflegeeltern; seine Mutter war nach einer schweren Erkrankung vorübergehend nicht in der Lage, für ihn zu sorgen. Am Sonnabend sollten Mutter und Kind sich wiedersehen – zur Einschulung des Jungen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Vivien-Marie Drews/jhe/dpa

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Fünffache Mutter erstochen
Foto: Die Polizei und ein Ärzteteam am Tatort in Misburg-Nord.

Nachdem ein 45-jähriger Mann am Montag seine ehemalige Lebensgefährtin mit mehreren Messerstichen getötet hat, sitzt er nun in Untersuchungshaft. „Der Mann hat die Tat gestanden“, sagte Oberstaatsanwältin Irene Silinger am Dienstag. Vermutlich habe der Täter aus Eifersucht auf die fünffache Mutter eingestochen.

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