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List

Falschparker blockieren Bürgersteige

Von Susanna Bauch

In der Voßstraße ist mit einem verbreiterten Gehweg Platz für Fußgänger geschaffen worden. Zum Ärger der Anwohner stellen Autofahrer ihre Fahrzeuge dort ab.
In der Lister Voßstraße werden derzeit viele Knöllchen an Falschparker verteilt.

In der Lister Voßstraße werden derzeit viele Knöllchen an Falschparker verteilt.

© Fruhner (Symbolbild)

List. Großzügig soll die Gestaltung sein, übersichtlich und vor allem soll sie entschleunigen: Die Stadt hat sich den Umbau der Voßstraße in der List rund 300 000 Euro kosten lassen. Allerdings ist die Theorie noch nicht ganz in die Praxis umgesetzt worden. Denn vor allem im Bereich zwischen Jakobistraße und Moltkeplatz rufen die vielen Falschparker den Unmut der Anlieger hervor.

Die Einmündungsbereiche Gabelsberger- und Slicherstraße wurden im Zuge des Umbaus großzügig gestaltet, jüngst wurden zudem kleine Bäume gepflanzt. Die Kurve zum Moltkeplatz wurde ebenfalls durch Aufpflasterungen „entschleunigt“. Durch Schrägparkplätze sind einige Stellflächen hinzugekommen. Allerdings scheinen diese nicht zu reichen. Sämtliche der für Fußgänger vorgesehenen neuen Flächen sind regelmäßig komplett zugeparkt, mitunter stehen die Autos auf der Voßstraße noch vor den herausgezogenen Bürgersteigen, sodass zwei Linienbusse in diesem Abschnitt nicht mehr aneinander vorbeifahren können.

„Eigentlich sollte die Voßstraße durch die Umbauten leichter einzusehen sein und der Verkehr langsamer fließen“, sagte Anwohnerin Beate Mungart. Durch die Falschparker sei das Gegenteil der Fall. „Die Ecken sind unübersichtlich, und die Autos stehen sogar auf den gerade aufgeschütteten Baumscheiben“, beklagte Mungart. Das Thema Falschparker hat jetzt auch die Stadtteilpolitiker im Bezirksrat Vahrenwald-List auf den Plan gerufen. In einer Anfrage wollten die Grünen von der Verwaltung wissen, was diese gegen den aktuellen Missstand unternehmen will, zumal durch das Falschparken nicht nur Passanten beeinträchtigt, sondern auch die neue Pflasterung beschädigt werde.

„Wir wissen um die Zunahme des Falschparkens“, erklärte Peter Meyer von der Verwaltung. Der Verkehrsaußendienst habe die Verstöße bei Routinekontrollen protokolliert. Daraufhin habe es Anfang des Jahres eine Ortsbesichtigung gegeben, um festzustellen, wo falsch geparkt wird und inwiefern bauliche Maßnahmen das Problem entschärfen könnten. „Der ruhende Verkehr wird derzeit verstärkt überwacht“, betonte Meyer. Dabei würden regelmäßig Strafmandate verteilt – mittlerweile nur noch rund drei statt zunächst sieben pro Morgen. Darüber hinaus sollen nach Ende der Frostperiode, aber spätestens zum 1. März in den Einmündungsbereichen Gabelsberger- und Slicherstraße Fahrradbügel montiert werden, die ein Parken auf diesen Flächen dann nicht mehr zulassen. „Aber auch danach werden wir den Bereich weiter im Auge behalten“, erklärte Meyer.

Zwischen Slicherstraße und Moltkeplatz waren erst im November die letzten Pflasterarbeiten beendet worden. Die Fahrbahn wurde durch ein Versetzen des südöstlichen Fußweges auf 6,50 Meter eingeengt; der gewonnene Platz wurde genutzt, um Schrägparkplätze zu schaffen. Auf der anderen Seite, wo Restaurants, Geschäfte und ein Supermarkt liegen, ist indes alles beim Alten geblieben – auch das bemängeln Anlieger. Noch immer hält die Buslinie 128 genau vor den beiden Restaurants, und der schmale Bürgersteig bietet nur kleinen Bistrotischen Platz. „Ich habe gedacht, die Voßstraße solle belebt werden. Wir Gastronomen würden gerne dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Aber ich muss sagen, dass die Stadt uns da nicht sehr unterstützt,“ klagte Nikki van Hilten vom „Azurro“.

Ein weiteres Problem bleiben die Raser auf der Voßstraße. An das geforderte Tempo 30 halten sich nach dem Umbau längst nicht alle Verkehrsteilnehmer, kritisierten Anwohner. Auch das Tempolimit werde kontrolliert, entgegnete Meyer. Straßenverkehrsbehörde und Polizeiinspektion Ost haben allerdings bislang keine eklatanten Verstöße registriert. „Vielmehr ist eine Verringerung der gefahrenen Geschwindigkeiten festzustellen, erklärte Stadtsprecher Dennis Dix.

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