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Ost Ferienspaß in der Schule
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Ferienspaß in der Schule
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22:19 12.08.2011
Farbenfroh geht’s zu: In der Sommerschule stehen nicht nur Mathe und Deutsch auf dem Programm, sondern auch Zirkus und Theater. Quelle: Martin Steiner
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Hannover

In der Aula der Integrierten Gesamtschule (IGS) List geht es bunt zu: Turnmatten bedecken die Bühne, Diabolos und Jonglagebälle fliegen durch die Luft, fröhliche Zirkusmusik dringt aus der Musikanlage. Eine Gruppe Schüler übt fleißig, und das mitten in den Sommerferien.

Das Projekt Sommerschule hat auch in diesem Jahr wieder viele Jugendliche mitten in den Ferien in die Schule gelockt. Drei Wochen lang haben insgesamt 105 Schüler an Zirkus- und Theaterprojekten gearbeitet und ihre Kenntnisse in Mathe und Deutsch vertieft.

Die Sommerschule wurde von der IGS Linden im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Das Projekt war ein voller Erfolg und wird seitdem von der Stadt Hannover mit 40.000 Euro gefördert. Immer mehr Integrierte Gesamtschulen nehmen das Konzept auf und bieten eine eigene Sommerschule an – so wie in diesem Jahr Linden, Mühlenberg, Stöcken, Vahrenheide und List. „Die Sommerschule ist nicht mit dem normalen Unterricht zu vergleichen. Sie fördert Freundschaften und bietet eine sinnvolle Beschäftigung in der Ferienzeit“, sagt Hedwig Gebbeken, Lehrerin an der IGS List. Im Schulalltag bringt sie den Schülern als Lern-Coach die richtige Methodik und Arbeitstechniken bei. In den Ferien organisiert sie die Sommerschule – seit nunmehr vier Jahren. „Das Projekt soll schwächere Schüler individuell fördern, ganz ohne Zeit- und Leistungsdruck“, sagt Gebbeken.

Unterrichtet und betreut werden die Schüler von Lehramtsstudenten des Instituts für Sonderpädagogik der Leibniz Universität. In Seminaren zu Förderdiagnostik, Theater- und Zirkuspädagogik haben sich die insgesamt 35 Studenten ganz gezielt auf die Sommerschule vorbereitet. An der IGS List betreuen acht Studentinnen 27 Schüler. Inga Kreysern ist eine von ihnen. Die 23-Jährige ist für die Mathe-Stunden verantwortlich. „Wir haben Inhalte des letzten Schuljahres wiederholt, Bruchrechnung zum Beispiel“, sagt Kreysern. Doch die Studentin weiß, dass es in der „Sommerschule“ um mehr geht. Der Unterricht mache nur zwei Stunden des täglichen Programms aus. Ausflüge und das Zirkus- und Theaterprojekt seien Hauptbestandteil des Projekts gewesen.

„Im letzten Jahr haben mich meine Eltern angemeldet, damit ich in Deutsch ein wenig besser werde“, sagt Niklas Heib. „In diesem Jahr bin ich freiwillig hier.“ Jeden Tag der drei Wochen war der Zwölfjährige von 9 bis 16 Uhr in der Schule. Mit Begeisterung berichtet Niklas von dem, was er gelernt hat: „Diabolospielen und Mathe und Deutsch natürlich.“ Niklas weiß die Vorteile zu schätzen. Die Sommerschule helfe ihm später, sich im Unterricht besser konzentrieren zu können und in Klausuren schneller zu arbeiten.

Ähnliches bestätigt auch Hedwig Gebbeken: „Die Schüler starten sehr motiviert in das neue Schuljahr und sind leichter fürs Lernen zu begeistern. “

Am Freitag, wenige Tage vor Schulbeginn, endete das Projekt. Die Sommerschule geht 2012 in die nächste Runde – erstmals auch an den Integrierten Gesamtschulen Badenstedt und Büssingweg.

Anne Wecking

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