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List

Frische Farben weisen den Weg

Von Hans-Dieter Meinen

Nach rund 14 Monaten Bauzeit ist der erste Bauabschnitt der Sanierung der Grundschule Brüder-Grimm-Schule aus der List fertig gestellt. Die Schule an der Constantinstraße wird von der Stadt seit März 2009 für rund acht Millionen Euro grundsaniert und umgebaut.
Werkraum in der Brüder-Grimm-Schule

Der Werkraum in der Brüder-Grimm-Schule ist neu - und steht bei den Schülern bereits hoch im Kurs.

© Uwe Dillenberg

Seither sind acht von 16 Klassen ausquartiert; die Schüler werden in der Außenstelle der Käthe-Kollwitz-Schule an der Gottfried-Keller-Straße unterrichtet.

Im ersten Bauabschnitt hat die Schule moderne Holz-Alufenster und neue Außentüren erhalten; Außenwände, Dächer und Kellerdecken wurden wärmegedämmt. Die Wände sind neu gestrichen, ihre Farben indes haben die einzelnen Gebäudeteile behalten: Weiß für Hauptgebäude und Klassentrakt, Grün für die Werkstatt, Orangerot für die Aula, Blau für die Toiletten sowie Gelb für die Sporthalle machen die einzelnen Trakte gut erkennbar.

Alle Unterrichtsräume sind mit schallschluckenden Akustikdecken, neuen Linoleumböden und verbesserter Beleuchtung ausgestattet. Der Klassentrakt hat zweite Rettungswege mit Verbindungstüren, Fluchtbalkonen und Rauchschutztüren erhalten. Die Toilettenanlage für die Schüler wurde grundlegend erneuert, die Aula vollständig entkernt und neu ausgestattet. Sie erhielt eine Ahorn-Wandbekleidung, Linoleumboden und eine moderne Beleuchtung. Durch mobile Trennwände und eine Schiebetür kann der Raum nun bei Bedarf in die Eingangshalle hinein vergrößert werden, so dass dort dann bis zu 450 Personen Platz finden.

Das ehemalige Kesselhaus, das zuletzt als Abstellraum diente, wurde in einen lichten Werkraum mit Holzboden und Zugängen zum Innenhof umgebaut. Bei schönem Wetter kann der Werkunterricht künftig auch im Freien stattfinden. Selbst an die Vögel wurde beim Umbau gedacht: Am Klassentrakt und Sporthalle bieten in rund sieben Metern Höhe Aussparungen in der Wärmedämmung Nistmöglichkeiten für Mauersegler. „Den Baulärm haben Schüler und Lehrer bisher tapfer ertragen“, sagt Christiane Kliemann. Die stellvertretende Schulleiterin freut sich um so mehr über den Baufortschritt: „Inzwischen sieht man, wie schön das einmal wird.“

Richtig schön soll es im Februar kommenden Jahres sein: Dann sind die Arbeiten laut dem Zeitplan der Stadt abgeschlossen. Bis dahin werden im zweiten Bauabschnitt weitere Unterrichtsräume, die Pausenhalle, der Verwaltungstrakt und die Turnhalle saniert, außerdem wird der Brandschutz verbessert. Bereits im Herbst dieses Jahres soll die Turnhalle wieder für Schule und Vereine zur Verfügung stehen.

Zwei Flachdächer bekommen eine Photovoltaik-Anlage mit insgesamt 100 Kilowatt Leistung zur Stromerzeugung. Ein Pachtvertrag mit einem privaten Investor ist abgeschlossen.

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