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Ost Senioren des GDA Wohnstift spielen Theater
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Senioren des GDA Wohnstift spielen Theater
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00:17 27.03.2018
Hauptdarsteller Herbert Dessau (rechts) mit der magischen Teekanne. Quelle: Nitschke
Kleefeld

Ein Märchen aus 1001 Nacht wird aktuell von der Theatergruppe des GDA-Wohnstifts Kleefeld geboten. Nachdem „Der falsche Sultan und die magische Teekanne“ am vergangenen Freitag eine erfolgreiche Premiere gefeiert hat, sind in kommender Zeit noch mindestens zwei weitere Aufführungen geplant.

Die zahlreich erschienenen Besucher, darunter neben weiteren Heimbewohnern auch viele Angehörige der Darsteller, erlebten im gut gefüllten Vortragssaal am Osterfelddamm eine humorige Vorführung mit eigener Botschaft. Die Geschichte spielt im mittelalterlichen Bagdad: Der tyrannische Sultan (Rolf Bremer) verbietet es seinem Volk, zu tanzen und zu feiern, und fordert stattdessen harte Arbeit ein. Sein gerechter und freundlicher Vorkoster Ibrahim, die vom 83-jährigen Herbert Dessau gespielte Hauptrolle des Stücks, bekommt eines Tages eine magische Teekanne geschenkt, in welcher der Dschin Zoora (Edelgard Szalowski) lebt. Zoora verzaubert den Sultan, so dass Ibrahim seinen Platz einnehmen und die Dinge zum Guten wenden kann.

„Die Vorfreude aller Akteure auf die Premiere war greifbar“, sagte Albrecht von Blanckenburg, der die Theatergruppe seit über zehn Jahren leitet und das Stück „unter engagierter Mitwirkung“ der Senioren im Alter von 78 bis 94 Jahren entworfen hat. Entsprechend positiv fiel im Anschluss auch das Fazit des mehr als 20 Köpfe zählenden Ensembles, zu dem neben den Darstellern etwa auch Musiker, Souffleusen und Technikbeauftragte gehören, und des Publikums aus. „Alle waren begeistert“, so von Blanckenburg nach der rund 90-minütigen Aufführung. 

Politiker kommen nicht ungeschoren davon

Der Regisseur, der zudem in den Bereichen Rhythmik und Musiktherapie tätig ist, wollte aber auch den ernsthaften Hintergrund des Dargebotenen nicht unerwähnt lassen. „Manchmal muss man vom Sockel steigen, um die Dinge mit anderen Augen zu sehen“, sagte er in Hinblick auf den Sultan, der sich nach Umerziehung im Haushalt von Ibrahims Frau Alina, gespielt von Gisela Banse, vom Despotismus abwendet und schließlich als geläuterter Mann auf seinen Thron zurückkehren kann: „Hier hatte die Gruppe auf augenzwinkernde Art den ein oder anderen heutigen Politiker im Blick, dem so etwas vielleicht auch mal ganz gut täte.“ 

Weitere Aufführungen von „Der falsche Sultan und die magische Teekanne“ wird es bereits diesen Sonntag sowie am Freitag, 27. April, um 16 Uhr geben. Die Karten kosten 8 Euro, der Vorverkauf beginnt jeweils eine Woche vorher am Empfang des Wohnstifts. Darüber hinaus sind zusätzliche Termine geplant.

Von Marius Klingemann

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