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Geburtenrate erhöht Zahl der Erstklässler

List/ Oststadt Geburtenrate erhöht Zahl der Erstklässler

Nach den Sommerferien fängt für die Erstklässler der Ernst des Lebens an. In diesem Jahr sind es besonders viele, denn die Jahrgänge 2005 und 2006 waren ausgesprochen geburtenstark.

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Auf viele Kinder wartet nach den Sommerferien die Einschulung.

Hannover. „Wir kriegen immer einen kleinen Hinweis“, sagt Dagmar Jurisch aus der Verwaltung der Johanna-Friesen-Schule in der Oststadt. Mit „kleinem Hinweis“ meint die Sekretärin die Zahlen vom Bundesamt für Statistik. Und die besagen, dass die Jahrgänge 2005 und 2006 besonders geburtenstark waren. Im vergangenen Jahr wurden an der Schule in der Friesenstraße 67 Schüler eingeschult. Nach den Sommerferien werden es 89 sein. „Da hat das Gerücht gestimmt“, sagt Jurisch.

In List und Oststadt erwarten viele der fünf Grundschulen mehr abc-Schützen für die neuen ersten Klassen. In der Johanna-Friesen-Schule führt das dazu, dass sie vierzügig wird. Auch an der Comeniusschule in der List machen sich die geburtenstarken Jahrgänge bemerkbar. Am 20. August werden nach zehn Jahren erstmals wieder fünf erste Klassen eingerichtet. „Im letztes Jahr hat dafür nur ein Schüler gefehlt“, sagt Schulleiter Jürgen Löhlein, der sich über bislang 116 Anmeldungen freut. Zuletzt gab es in der Schule an der Kollenrodtstraße nur vier erste Klassen.

„Die List ist eigentlich traditionell ein kinderreicher Stadtteil“, sagt Löhlein. Ende der neunziger Jahre hatte die Comeniusschule teilweise sogar sechs Klassen in einem Jahrgang. „Das war kaum zu bewältigen“, erinnert sich eine Mitarbeiterin aus der Verwaltung. Sogenannte Laufklassen hätte es gegeben, dazu mussten zwei Räume der benachbarten Edenschule mitgenutzt werden, die mittlerweile vom Ricarda-Huch-Gymnasium belegt werden. Nach dem Umbau der Comeniusschule vor vier Jahren ist für einen fünfzügigen Jahrgang aber genug Platz, sodass jede erste Klasse auch einen eigenen Klassenraum im Schulgebäude bekommt.

Zweihundert Meter entfernt liegt die Bonifatiusschule. Für die Jahrgänge 2005 und 2006 kann Schulleiterin Felizitas Teske hier keine Besonderheiten ausmachen. Die katholische Schule, für die sich Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet anmelden können, startet nach den Sommerferien mit voraussichtlich 74 Schulanfängern, die auf drei Klassen verteilt werden. „Es ist von der Stadt aber auch festgelegt, dass wir nur dreizügig sein dürfen“, sagt Teske, die schon oft eine weitere Klasse hätte anbieten können. „Für katholische Kinder reichen die Plätze meist aus, aber mehr als 84 Kinder können wir nicht aufnehmen. Da müssen wir Nichtkatholischen oft absagen.“

So auch für das Jahr 2012/2013. Denn was für Johanna-Friesen-und Comeniusschule schon in diesem Jahr zutrifft, macht sich bei der Bonifatiusschule ein Jahr später bemerkbar. „Für nächstes Jahr haben wir schon 80 Anmeldungen von katholischen Kindern“, sagt Teske. Hinzu kämen fünf Kinder, die Geschwister an der Schule hätten und daher ebenfalls genommen würden. Die vielen Nichtkatholiken, die sich beworben haben, erhalten daher eine Absage.

An der Brüder-Grimm-Schule wird es wie im vergangenen Jahr vier erste Klassen mit jeweils voraussichtlich 23 Schülern geben. Ein bisschen gegen den Trend ist die Entwicklung an der Grundschule Mengendamm, an der sich 76 Kinder angemeldet haben und die daher anders als in den Vorjahren mit nur drei ersten Jahrgängen starten wird.

Manuel Becker

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