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Wintermonate

Gießkannen auf Friedhöfen sollen abgehängt werden


Die Friedhofsverwaltung will im Winter alle Ständer für Gießkannen abbauen und erneuern lassen - auch in den östlichen Stadtteilen. Menschen, die eine Gießkanne mit einen Ringschloss an einem Ständer befestigt haben, werden gebeten, die Kannen zeitnah abzuhängen.
An den Ständern auf den hannoverschen Friedhöfen hängen viele Kannen von Besuchern.

An den Ständern auf den hannoverschen Friedhöfen hängen viele Kannen von Besuchern.

© Schmidt

Hannover Ost. In den Wintermonaten Dezember und Januar wird die Friedhofsverwaltung auf allen städtischen Friedhöfen die Ständer für Gießkannen abbauen, renovieren und defekte Gießkannen ausrangieren. Im Frühjahr werden die Ständer dann wieder aufgestellt. Daher bittet die Verwaltung alle Menschen, die eine Gießkanne mit einem Ringschloss an einem solchen Ständer angeschlossen haben, ihre Gießkannen vor Einbruch des Winters mit nach Hause zu nehmen. Alle anderen Gießkannen, die nicht defekt sind, werden in der Friedhofsverwaltung aufbewahrt und im Frühling wieder am ursprünglichen Ort gestellt.

Die Leiterin der Abteilung Friedhöfe im städtischen Bereich Umwelt und Stadtgrün, Cordula Wächtler, weist die Friedhofsnutzer darauf hin, dass die Schlösser von nicht abgeholten Gießkannen unter Umständen aufgebrochen werden müssen – denn nicht alle Gießkannenständer haben ausbaufähige Bügelstangen. Einige Ständer für Gießkannen an den Friedhofseingängen und in vielen Abteilungen in der Nähe von Brunnen sind seit Jahren überfüllt. „Viele der Gießkannen werden offensichtlich gar nicht mehr genutzt und sind kaputt“, sagt Wächtler. Daher sei für neue Gießkannen von Angehörigen, die in jüngster Zeit eine Grabpflege übernommen hätten, oft kein Platz.

„Wir stellen immer neue Gießkannenständer auf“, erklärt Wächtler. Die Zahl der privaten Grabpflegenden, die durch eine Gießkanne auf dem Friedhof dokumentierten, dass sie sich um das Grab kümmern, gehe nicht zurück – obwohl es bei neuen Grabstätten einen Trend hin zu pflegearmen Gräbern wie Rasengräbern oder anonymen Gräbern gebe. Die Verwaltung schätzt, dass etwa ein Drittel der ungefähr 130 000 Gräber auf den städtischen Friedhöfen noch selbst von Angehörigen gepflegt werden. Die restlichen zwei Drittel seien in Pflege bei der Stadt oder bei Friedhofsgärtnereien. Nur schwer zu erfassen sei die Zahl der verwahrlosten Gräber. Eine sehr kleine Zahl von historischen Gräbern werde in Form von Patenschaften gepflegt.

Karin Vera Schmidt

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