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Ost Glasfasernetz ist noch ausbaufähig
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Glasfasernetz ist noch ausbaufähig
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16:22 22.07.2011
Die Glasfasern lielgen in kleinen Schläuchen, diese werden zu einem dicken Strang gebündelt. Das mittige Kabel führt in den Hauskeller, die anderen bilden die Anschlüsse zu den Wohnungen. Quelle: Zgoll
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Zooviertel

Offenbar ist das Interesse der Haus- und Wohnungsbesitzer aber nicht so groß wie von der Telekom erhofft. „Bei den Anmeldungen gibt es noch Luft nach oben“, sagt Telekomsprecher Lorenz Steinke. Das Unternehmen hat die Frist für eine kostenlose Anmeldung deshalb um fünf Wochen bis zum 21. August verlängert. Danach kostet ein Anschluss an das Giganetz mehrere hundert Euro. Für das Surfen im Glasfasernetz müssen Nutzer später in jedem Fall mindestens 45 Euro im Monat bezahlen.

Im Zooviertel wissen allerdings die wenigsten Einwohner, dass sie an das Glasfasernetz angeschlossen werden können. „Ich bin überrascht, weil bisher immer von anderen Stadtteilen die Rede war“, sagt selbst der stellvertretende Bürgermeister für den Stadtbezirk Mitte, Martin Nebendahl. Aber er freue sich, dass die Einwohner des Zooviertels demnächst ganz schnell im Internet surfen können. Nebendahl hofft nun, dass das Glasfasernetz auch auf weitere Stadtteile seines Bezirks ausgedehnt wird. „In der Oststadt gäbe es da bestimmt großen Bedarf“, sagt er.

Insgesamt 600 Kilometer Glasfaserkabel will die Telekom in ihrem Ausbaugebiet in Hannover verlegen, wozu auch die Stadtteile Linden-Nord, -Mitte und -Süd gehören. Zudem sollen insgesamt 170 neue Netzverteiler aufgestellt werden. Das Unternehmen investiert in Hannover einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau. Ziel sei es, möglichst viele der 45 000 Haushalte, die in dem Glasfaserausbaugebiet liegen, „an das Netz der Zukunft“ anzuschließen, sagt Telekomsprecher Steinke.

Ausschlaggebend für die Wahl der sechs Stadtteile waren deren wirtschaftliches Potenzial, die Gebäudestruktur und die Unterstützung durch die örtliche Wohnungswirtschaft, wie der zuständige Regio-Manager der Telekom, Rainer Thiemann, erläutert. Wie viele Hauseigentümer bislang einen Glasfaseranschluss beantragt haben, will er jedoch nicht sagen. Thiemann würde sich aber wünschen, „dass noch mehr Hausbesitzer eine Nutzungsvereinbarung für lichtwellenleiterbasierte Grundstücks- und Gebäudenetze (NVGG) unterschreiben“ – das sei nämlich die Voraussetzung dafür, sich an das Glasfasernetz anzuschließen.

Die Versorgung mit Glasfaser ermöglicht es, besonders schnell im Internet zu surfen. Die Daten flitzen in den etwa neun Mikrometer dünnen Leitungen, die kaum dicker als ein Haar sind, als Lichtblitze hin und her. Auch der Durchfluss der Informationsmenge ist bei der Glasfaser mit 100 bis 200 Megabit pro Sekunde deutlich größer als bei herkömmlichen DSL-Netzen von bisher vier bis 16 Megabit.

Der erste Spatenstich für das Projekt war Anfang Juni in der Alten Döhrener Straße in der Südstadt gesetzt worden. Die Glasfaserkabel werden nun unter der Straße verlegt, entweder durch leere Rohre oder durch neue Kabeltrassen. Für diese werden 30 Zentimeter breite und 60 Zentimeter tiefe Gräben gezogen, durch die dann die Faserbündel laufen. Um Anwohner während der Bauarbeiten nicht zu sehr zu belasten, soll der Boden nur in 150 Meter langen Abschnitten geöffnet und nach der Kabelverlegung sofort wieder geschlossen werden. In den Häusern werden die Leitungen dann zum Beispiel durch ungenutzte Schornsteine oder Kabelschächte verlegt.

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