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Ost Abschluss der Sprachferien von Hallo Einstein
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Abschluss der Sprachferien von Hallo Einstein
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00:21 15.10.2018
Bei der Abschlussveranstaltung der Sprachferien präsentierten die Kinder ihre selbst gebastelten Schatzboxen Quelle: Moritz Frankenberg
Groß-Buchholz

Stolz hält Bastian seine bunt beklebte Box in der Hand. „Hier kommen alle meine Schätze rein“, sagt der 13-Jährige. Mit 14 anderen Kindern hat er an den Sprachferien der Bildungsinitiative Hallo Einstein teilgenommen. Vier Tage lang schlüpften sie dabei in die Rolle kleiner Künstler und Reporter. Sie bauten eigene Schatzkisten, befragten Leute auf der Straße zu Kinderrechten und durften sich auf dem Spielplatz austoben. Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag konnten die Kinder ihren Eltern zeigen, was sie gebastelt und gelernt haben.

Die Sprachförderung der Kinder durch den Austausch steht bei dem Ferienprojekt im Vordergrund. Die Bildungsinitiative im Roderbruch richtet sich besonders an Kinder mit Migrationshintergrund. Für die Sprachferien hat Organisatorin und Hallo-Einstein-Mitarbeiterin Angela Körner ein besonderes Programm ausgearbeitet: Kreativ und spielerisch sollen sich die Sieben- bis 13-Jährigen mit dem Thema Kinderrechte auseinandersetzen.

Zu Beginn führt Körner sie in die Welt des Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Dieser ist bekannt für seine farbenfrohe Bauweise, bei der er stets die Natur berücksichtigt. Von seinen Ideen ließen sich die Kinder inspirieren: Aus alten Tetrapacks haben sie kleine Türme gebaut und diese mit Kresse bepflanzt. „Mit bunten Kunstprojekten wollten wir den Kindern zeigen, dass sie ihr Umfeld nach ihren Wünschen gestalten können“, erklärt die Initiatorin.

Das Basteln am Kresseturm hat Rama (9) am besten gefallen. Auch als Reporterin war die gebürtige Libanesin gern unterwegs. Zusammen mit den anderen Kindern hat sie verschiedene Leute am Marktplatz Roderbruch gefragt, welche Kinderrechte sie kennen. „Wie viel Mühe sich die Kinder gegeben haben, hat mich fasziniert“, erzählt Körner. Für die Abschlussveranstaltung hat die 54-Jährige alle Interviewaufnahmen der kleinen Journalisten zusammengeschnitten und spielt sie für die Gäste ab.

Auch ihre bunten Schatzkisten zeigen die Kinder hier. Diese stehen sinnbildlich für das Briefgeheimnis – „das gilt nämlich nicht erst ab 18“, weiß ein Mädchen. Auf Ramas bunter Kiste kleben Mandalas, Blumen und eine Katze. Wenn sie zu Hause ist, will sie ihre Geheimnisse in die Box legen. Als sich die Kinder verabschieden, wird Angela Körner von Bastian umarmt. Auf die Sprachferien im kommenden Jahr freut sie sich schon.

Von Jacqueline Hadasch

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