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Ost IGS saniert erst eine der beiden Hallen
Hannover Aus den Stadtteilen Ost IGS saniert erst eine der beiden Hallen
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02:16 15.06.2018
Die Turnhallen der IGS Roderbruch sind in die Jahre gekommen. Auch bei den Vereinen sind die Schulhallen beliebt für Turniere. Quelle: Rainer Droese
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Dauerbaustelle Sporthalle: Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Roderbruch wird noch gut ein Jahr mit der Sanierung ihrer Sporthallen beschäftigt sein. Die Schulleiterin Brigitte Naber hat aber die feste Zusage der Stadt, dass die zweite Halle erst saniert wird, wenn die erste fertig ist. So bleibt der Schule die gesamte Zeit zumindest eine Sporthalle. Das ist für die Gesamtschule mit Sportprofil in der Oberstufe aber auch dringend erforderlich, auch die unteren Jahrgänge brauchen Bewegung. Weiterhin wird die Schule auch auf Ausweichflächen in benachbarten Schulen angewiesen sein. Im Sommer können viele Klassen draußen Sport treiben oder schwimmen gehen. Ab herbst müssen dann andere Möglichkeiten überlegt werden. Denn vor Sommer 2019 wird die zweite Halle nicht saniert sein.

Mehr als 3 Millionen Euro Kosten

Naber dankt der Stadt und ihrem Kollegium, vor allem den Sportlehrern, für ihr Engagement und ihre Flexibilität. Der Schulausschuss der Stadt hatte im Mai einer Budgeterhöhung um 1,4 Millionen Euro zugestimmt, der Bezirksrat schon zuvor. Insgesamt liegen die Kosten für die Sporthallensanierungen bei mehr als 3,1 Millionen Euro.

Kommentar: Bewegung braucht Platz

Zum Glück ist das Wetter gut. Endlich können die Schüler der IGS Roderbruch im Sportunterricht nach draußen. Im Winter haben sich mitunter drei Gruppen eine Halle geteilt. Ballspiele sind so gut wie unmöglich, dabei sind es doch die Mannschaftssportarten wie Fuß-, Hand- und Basketball, die Teamgeist schaffen. Und Lehrern ist es auch nicht zuzumuten, sich Spiele für Schulflure auszudenken.

Zu wenig Hallenplatz ist für eine normale Schule schon ein Problem, für eine Schule mit Sportabitur ist es eine mittlere Katastrophe. Und Bewegung brauchen nicht nur Oberstufenschüler, sondern auch gerade die Jüngeren. Experten fordern seit Langem die dritte Stunde Schulsport in der Woche – auch als Ausgleich zum geistigen Lernstress.

Hannovers Schulpolitiker können nicht anders als der Budgeterhöhung für die IGS Roderbruch zuzustimmen. Dem Bauboom zum Trotz, angesichts der langen Reihe von Fehlplanungen im Baumanagement der Stadt scheint es unglaubwürdig, dass die Kostenerhöhung für die Verwaltung so überraschend kam. Mit stringenter Bauplanung hat die Stadt zuletzt nicht von sich reden gemacht. Zu hoffen bleibt, dass die Hallen im Sommer 2019 dann tatsächlich fertig sind. Eine längere Zeit ist der IGS nicht zuzumuten.

Von Saskia Döhner

Von Saskia Döhner

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