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Ost Brunnentiere bekommen Schals und Wollmütze
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Brunnentiere bekommen Schals und Wollmütze
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08:58 28.10.2013
Von Stefanie Kaune
Bisher nackt in Bronze, jetzt mitwolliger Dekoration: Schwein und Ziegeam am Dorfbrunnen. Quelle: Moritz Küstner
Hannover

Seit dem Jahr 1999 haben sie den Herbst und den Winter auch einfach so überstanden. So lange haben die Sau mit ihren Ferkeln, die trinkende Ziege und die schlafende Ente bereits ihren festen Platz als tierische Belegschaft des Groß-Buchholzer Dorfbrunnens in der Pinkenburger Straße. Aber jetzt muss sich jemand gedacht haben, dass es doch nett wäre, die Bronzefiguren des hannoverschen Künstlers Bernd Maro auch einmal passend zur Jahreszeit auszustatten. Ein unbekannter Wohltäter oder eine unbekannte Wohltäterin hat dem Schwein und der Ziege fürsorglich bunte, selbst gehäkelte Wollschals um den Hals gewickelt. Die kleine Ente hat ein Strickmützchen aufgesetzt bekommen – und sieht damit in ihrem Schlummer noch viel friedlicher aus.

Verein freut sich über die Klamottenspende

Ob ein Bauernhoftier aus Bronze nun wirklich friert oder nicht, ist zweitrangig. Die freundliche Geste zählt, und außerdem passen die Brunnentierte mit ihren wärmenden Accessoires perfekt in den herbstlichen alten Dorfkern von Groß-Buchholz. Besonders freut sich Friedrich-Wilhelm Busse, Vorsitzender des Pinkenburger Kreises, über die wolligen Spenden. Denn der Verein, der sich um die Pflege des Gemeinschaftslebens im Stadtteil kümmert und das historische Erbe des ehemaligen Dorfes bewahren möchte, hatte vor nunmehr fast 15 Jahren den Brunnen im Zusammenhang mit der Neuanlage des Dorfplatzes aufstellen lassen. Rund 30.000 Euro Spendengeld von Groß-Buchholzern waren dafür aufgebracht worden.

„Das scheint den Leuten zu gefallen.“

Ihr Brunnen ist den Einwohnern also etwas wert. Und auch die neue Gestaltung scheint bei ihnen anzukommen. „Niemand hat die Wollschals bisher entfernt“, sagt Busse. „Das scheint den Leuten zu gefallen.“ Irgendwo hat er gehört, dass vielleicht jemand aus Misburg mit Geschick im Handarbeiten für die bestrickende Straßenkunst in Groß-Buchholz verantwortlich zeichnen könnte. Doch am Ende, meint Busse, sei es gar nicht so wichtig, wer es denn war. Entscheidend sei vielmehr, dass das Ergebnis einfach nett aussieht. Und die Heinzelmännchen in Köln ja auch nie jemand zu Gesicht bekommen.

Weitere Spenden sind notwendig

Eine Sache jedoch betrübt Busse, wenn er an den Brunnen und die Bronzetiere denkt: „In diesem Sommer hat er aufgrund von Vandalismusschäden gar nicht plätschern können.“ Für eine Reparatur habe der Verein bisher leider kein Geld gehabt. „Wir könnten für das nächste Jahr Spenden gut gebrauchen“, sagt der Vorsitzende.

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