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Ost Grundschulen müssen ausgebaut werden
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Grundschulen müssen ausgebaut werden
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00:15 15.03.2015
Von Bärbel Hilbig
Muss sich auf mehr Schüler einrichten: Die Grundschule Grimsehlweg. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Sorgen, dass der Platz an den Grundschulen im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide nicht ausreicht, machen sich Bürger und die Politiker im Bezirksrat bereits seit geraumer Zeit. Als warnendes Beispiel steht ihnen die Situation im Nachbarbezirk vor Augen: Aus Groß-Buchholz müssen Erstklässler ab August im Schulbus nach Kleefeld fahren, weil die Grundschule im Stadtteil nicht mehr ausreicht.

Durch neue Baugebiete und die Ankunft von Flüchtlingsfamilien ist auch in Bothfeld-Vahrenheide mit mehr Kindern zu rechnen. In Bothfeld soll die Zahl der Grundschüler von 2016 an bis zum Jahr 2020 um 9 Prozent steigen. Das bedeutet ein Plus von rund 20 Schülern pro Jahrgang im Stadtteil. 4,8 Prozent mehr Kinder im Grundschulalter sind in Vahrenheide-Sahlkamp zu erwarten, das macht rund zwölf Schüler pro Jahrgang. Zur Sorge tragen weitere Faktoren bei: Für Ganztagsangebote und den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern brauchen Schulen zusätzliche Räume.

Kerstin Hesse, zuständig für die städtische Grundschulplanung, und Michael Ziegler, Leiter der städtischen Schulplanung, erläuterten kürzlich auf Anfrage der Politiker im Bezirksrat die Planungen und Prognosen. Denn die Veränderungen wirken sich auf die sechs Grundschulen recht unterschiedlich aus:

Fridtjof-Nansen-Schule: Die Grundschule in Vahrenheide ist vierzügig, aktuell hat sie aber bereits 17 statt 16 Klassen. Die Schulverwaltung rechnet in den nächsten Jahren mit vier bis fünf Klassen pro Jahrgang. Zwei Räume werden deshalb jetzt als zusätzliche Klassenzimmer eingerichtet.

Grundschule Tegelweg: Zum Schuljahr 2016/17 bekommt die Schule im Sahlkamp Mensa und Freizeitbereich für ihr Ganztagsangebot. Bisher ist sie dreizügig. Das wird sich ändern, wenn die Bebauung der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne startet. Das Wohngebiet, für das erst die Planung anläuft, ist frühestens ab 2018 fertig. Eine Fläche an der Schule ist für einen Anbau reserviert. „Wir können um einen Zug erweitern. Es ist aber nicht wirtschaftlich, schon jetzt zu bauen“, sagte Hesse.

Grundschule Hägewiesen: Die Schule im Sahlkamp bleibt vierzügig. Da die Sporthalle nicht ausreicht, laufen Gespräche, um eine Alternative zu bieten.

Grundschule Gartenheimstraße: Zwei große Baugebiete in Bothfeld liegen beide im Einzugsbereich der bisher dreizügigen Schule: „Hilligenwöhren“ mit 250 und „Vor der Großen Heide“ mit rund 112 Wohneinheiten. Außerdem ist eine Flüchtlingsunterkunft in Planung. „Zum Glück gibt es im Gebäude aber noch viel Platz, auch für Sprachlernklassen“, sagte Schulplanerin Hesse. Ab 2016/17 sind erste Wohnungen in „Hilligenwöhren“ bezugsfertig. Die Schule kann bei Bedarf vierzügig werden.

Grundschule Grimsehlweg: Aktuell gibt es 16 Klassen an der Bothfelder Schule, geplant ist sie aber nur für 14 Klassen (3,5 Züge). In den nächsten Jahren wird mit vier bis fünf Klassen pro Jahrgang gerechnet. „Zur Entlastung tauschen wir die vorhandenen, schon sehr alten Containeranlagen aus“, kündigte Hesse an. Der Austausch der alten Container war bereits mehrfach zugesagt worden. „Sie sind ziemlich verlottert, Heizung und Rollläden sind kaputt“, berichtete Schulleiterin Katja Adelt. Der Musikunterricht kann nur noch in der Aula stattfinden. „Es wäre ja auch möglich, einen Flur aufzustocken“, schlug Adelt vor. CDU-Fraktionschef Felix Blaschzyk bat die Verwaltung, einen Anbau zu prüfen. Doch die Schulplaner gehen bisher davon aus, dass die Schülerzahlen im Einzugsgebiet auch wieder sinken.

Hoffmann-von-Fallersleben-Schule: Die kleine Bothfelder Schule ist für zweieinhalb Klassenzüge ausgelegt. Aktuell hat sie zehn Klassen. Es fehlen aber Räume für andere Zwecke. Deshalb sollen zum neuen Schuljahr zwei mobile Raumeinheiten aufgestellt werden. Viel Platz zum Anbauen ist an der Schule nicht, ein Ganztagsangebot ist deshalb nicht vorgesehen.

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