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Ost Gummi unter Stadtbahnschienen zeigt Wirkung
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Gummi unter Stadtbahnschienen zeigt Wirkung
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22:24 27.12.2011
Von Bernd Haase
Die Gummimatten haben die Situation in Misburg merklich verbessert. Quelle: dpa (Symbolbild)
Misburg

Der Einbau von neuen Gummilagen unter den Schienen der Stadtbahnstrecke nach Misburg-Nord hat den von Brummtönen und Vibrationen geplagten Anwohnern Entlastung gebracht.„Die Situation hat sich verbessert“, sagen sowohl Stefan Harcke von der für die Gleisanlagen zuständigen Infrastrukturgesellschaft (infra) der Region als auch Arno Thiemig, der Sprecher einer Anwohnerinitiative. Über den Grad der Verbesserung sind sich beide jedoch uneins: Harcke wählt das Adjektiv „spürbar“, Thiemig spricht von „etwas“.

Die Angelegenheit schwelt seit Inbetriebnahme der Strecke vor einem Jahr – im Bereich zwischen Pappelwiese und dem Endpunkt an der Schierholzstraße führt sie unmittelbar an den Häusern der Anlieger entlang. Die Stadtbahnwagen brachten die Häuser zum Vibrieren und verursachten einen sogenannten Sekundärschall, der als eine Art dumpfes Grollen zu vernehmen ist.

Wegen der vertrackten Lage hatte sich im Mai ein Runder Tisch gegründet, an dem neben Anliegern und infra auch die Üstra, die Stadt und die für den Nahverkehr zuständige Region Hannover vertreten waren. Nach fünf Sitzungen einigten sich die Teilnehmer Anfang Dezember auf ein Maßnahmenpaket. Dazu zählen neben einem schon seit Längerem gültigen Tempolimit von 40 Kilometern in der Stunde für die Stadtbahnen der vermehrte Einsatz der leiseren Silberpfeile statt der älteren grünen Wagen.

Außerdem ließ die infra in der Zeit vor Weihnachten für 50.000 Euro Gummimatten unter den Schienen austauschen. Vorhandene Einlagen wurden durch solche ersetzt, die dicker und weicher sind und damit besser dämpfen sollen. „Das hat Wirkung gebracht, obwohl der Einbau unter dem straßenseitigen Gleis noch gar nicht abgeschlossen ist“, sagt Geschäftsführer Harcke. Vergleichsmessungen in einem der Häuser hätten ergeben, dass sowohl Vibrationen als auch der lästige Brummton nun spürbar nachgelassen hätten.

Das gestehen auch die Anwohner zu. „Trotzdem ist der Zustand, den wir fordern, noch nicht dauerhaft erreicht“, sagt Thiemig. Man könne nämlich immer noch spüren und hören, ob gerade eine grüne Bahn oder ein Silberpfeil hinter der Lärmschutzwand an den Häusern vorbeifahre. „Bei den Silberpfeilen gibt es keine Probleme“, sagt er – und ärgert sich darüber, dass die Beschaffung neuer Stadtbahnwagen durch die Üstra sich nach einem angefochtenen Vergabeverfahren um zwei Jahre verzögert hat.

Wie es nun weiter geht in Misburg-Nord, darüber soll erneut der Runde Tisch befinden. Dort wollen die Anwohner auch wieder das Thema Verbesserungen an der Lärmschutzwand vorbringen.

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