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Ost Gesuchter Räuber flieht im Polizeiauto
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Gesuchter Räuber flieht im Polizeiauto
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20:27 01.07.2013
Ein Sondereinsatzkommando hat in der Nacht zu Montag einen flüchtigen Räuber festgenommen, der zuvor einer Verhaftung durch Kollegen entkommen war. Quelle: Uwe Dillenberg
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Heideviertel

Die Polizei fahndete schon länger nach dem 24-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat. Die Beamten hatten gegen ihn zwei offene Haftbefehle wegen schweren Fahrzeugdiebstahls und Nötigung in der Hand. Zwei Jahre konnte der Mann einer Verhaftung entgehen. Dass er am Sonntag seine ehemalige Freundin ausraubte, wurde ihm schließlich zum Verhängnis.

Die 19-Jährige hatte ihren Ex-Freund noch am selben Tag gegen 18 Uhr bei der Polizei angezeigt. Ihr Ex-Freund habe ihr drei Stunden vorher in ihrer Wohnung am Bevenser Weg das Handy, die EC-Karte und Geld geraubt. Gegen 21.15 Uhr meldete sich die 19-Jährige noch einmal bei der Polizei. Sie verriet den Beamten, dass sich der 24-Jährige mit ihr aussprechen wolle und in einem Taxi auf dem Weg zu ihrer Wohnung sei.

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Das Spezialeinsatzkommando rückte  an, weil der  24-Jährige möglicherweise über eine Schusswaffe verfügte.

Die Polizei fahndete sofort nach dem Taxi und war erfolgreich. Zwei Zivilbeamte hielten den Wagen in der Straße Spannhagengarten in der List an. Sie fesselten dem 24-Jährigen mit Handfesseln die Hände hinter dem Rücken und schnallten ihn auf dem Rücksitz ihres zivilen Streifenwagens an.

Nachdem sie den Verhafteten sicher verwahrt glaubten, entfernten sich die beiden Beamten kurz von ihrem Auto. Sie wollten den Taxifahrer befragen. Diesen Moment der Unachtsamkeit nutzte der 24-Jährige offenbar, um sich von seinen Fesseln zu befreien. Wie ihm das trotz Handfesseln gelingen konnte, ist der Polizei immer noch ein Rätsel. Der Entfesselungskünstler kletterte dann auf den Fahrersitz und fuhr mit dem zivilen Polizeiauto los – die Autoschlüssel steckten bereits im Zündschloss. Ein 36-jähriger Polizeikommissar gab noch einen Schuss mit seiner Dienstwaffe ab, um einen der Reifen zu treffen. Er feuerte daneben.

Mehrere Kollegen der beiden Beamten nahmen sofort die Verfolgung auf. Am Weidetorkreisel konnte der 24-Jährige die Polizeiwagen jedoch abschütteln. Zuletzt sahen ihn die Verfolger mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Karl-Wiechert-Allee rasen. Die Polizei leitete daraufhin eine Großfahndung nach dem Flüchtigen ein, an der auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war.

Nach der Verfolgungsjagd kehrte der Flüchtige ausgerechnet in den Bevenser Weg zurück. Dort fanden die Beamten das gestohlene Auto verlassen vor. Daraufhin umstellte die Polizei das Hochhaus am Bevenser Weg, in dem die Ex-Freundin und ein 19-jähriger Bekannter des Gesuchten wohnen.

Ein Spezialeinsatzkommando durchsuchte nach Mitternacht das Gebäude. Gegen 2 Uhr fanden die Spezialkräfte den Gesuchten in der Wohnung des Bekannten. Der gesuchte Straftäter ließ sich ohne Gegenwehr abführen. Der Hund des Wohnungsbesitzers musste von den Polizisten jedoch mit einem Elektroschocker in Schach gehalten werden. Nach Polizeiangaben blieb das Tier unverletzt.

Der 24-Jährige sitzt seit Montag wegen der beiden offenen Haftbefehle in Untersuchungshaft. Außerdem wird nun gegen ihn wegen Raubes ermittelt.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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