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Ost Hans Battefeld ehrenvoll verabschiedet
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Hans Battefeld ehrenvoll verabschiedet
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13:26 17.11.2011
Von Margret Jans-Lottmann
Bothfeld/ Vahrenheide

Es war für ihn die letzte und wohl auch eine der aufregendsten Sitzungen des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide, an der er als Bürgermeister teilnahm. Hans Battefeld ist in der vergangenen Woche aus der Kommunalpolitik ausgeschieden. Insgesamt 25 Jahre hatte der 74-jährige Christdemokrat im Bezirksrat mitgearbeitet und 15 Jahre davon als Bezirksbürgermeister an dessen Spitze gestanden. In dieser Zeit erwarb er sich mit seinem fairen Verhalten und seiner freundlichen Art quer durch alle Bevölkerungschichten und politischen Lager große Sympathie und Achtung. Da ließ Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil es sich nicht nehmen, den altgedienten Politiker persönlich aus dem Amt zu verabschieden. „Wenn Hans Battefeld in den politischen Ruhestand geht, dann ist das ein nicht alltägliches Ereignis“, sagte Weil.

In seiner Ansprache erinnerte der Oberbürgermeister an einige Stationen im Leben des scheidenden Bürgermeisters. Hans Battefeld habe diverse Leben geführt und so manche Ehrung erhalten. Zu allererst sei er ein engagierter und begeisterter Bundeswehrsoldat gewesen und habe in dieser Eigenschaft 1962 bei der Bewältigung der Sturmflutkatastrophe mitgeholfen. Für seinen Einsatz habe ihn der damalige niedersächsische Ministerpräsident ausgezeichnet. Ein weiteres Leben habe Battefeld 1991 nach seinem Abschied aus der Bundeswehr als Bankangestellter begonnen. Doch dieses Leben habe immer in Konkurrenz zu seinem dritten Leben als Kommunalpolitiker gestanden. Und dieses habe er mit großem Engagement ausgeübt. „Wann immer ich auf seinem Territorium aufgetaucht bin – er war schon da“, sagte Weil schmunzelnd.

Besonders aber hob der Oberbürgermeister die „beispielhafte Haltung“ Battefelds hervor, die in der Kommunalpolitik ungewöhnlich sei. „Hans Battefeld ist ein wohlwollender Mensch, und er bekommt zurück, was er ausstrahlt.“ Wenn es eine Abstimmung über den Lieblingsbürgermeister gäbe, läge der CDU-Politiker sowohl bei den Mitarbeitern der Verwaltung als auch bei ihm selbst „ganz, ganz weit vorn“, sagte das sozialdemokratische Stadtoberhaupt. Battefeld habe gegenüber der Verwaltung immer eine große Fairness an den Tag gelegt. „Sie hinterlassen eine Fangemeinde in der Stadtverwaltung“, sagte Weil an Battefeld gewandt, während er ihm zur Erinnerung einen Glaswürfel überreichte, der ein Bild vom Rathaus enthält.

Für den Niedersächsischen Städtetag überreichte Klaus Bothe dem scheidenden Bürgermeister eine Ehrenurkunde. Der Rat, den er Battefeld mit auf den Weg gab, kam allerdings deutlich zu spät: „Willst du in Ruh und Frieden leben, lass kein Ehrenamt dir geben“, zitierte Bothe eine Lebensweisheit des Dichters Joachim Ringelnatz. Vermutlich aber hätte Battefeld sich davon ohnehin nicht leiten lassen. Auch der neue Bürgermeister Harry Grunenberg (SPD) lobte die Amtsführung Battefelds als zielgerichtet, fair und würdevoll. „Ich werde mich gern an die Zeit erinnern“, sagte er.

Er wisse gar nicht, was er zu diesen vielen Ehrungen sagen solle, bemerkte Battefeld gerührt – und kehrte dann zur Tagesordnung zurück. Zuvor schon hatte er sich im Namen des gesamten Bezirksrats bei den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung bedankt und auch seine Ehefrau bedacht. „Ohne ihre Unterstützung hätte ich diese Arbeit nicht leisten können“, sagte er.

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