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Ost Herschelschule gibt Außenstelle am Sahlkamp auf
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Herschelschule gibt Außenstelle am Sahlkamp auf
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14:01 24.03.2011
Von Kristian Teetz
Das "H" ist schon weg, die Schüler werden folgen. Die Außenstelle schließt ihre Tore. Quelle: Kristoffer Finn

Die Herschelschule ist im Moment noch zweigeteilt. Der Großteil der rund 800 Schüler lernt Mathe oder Deutsch im Vahrenheider Hauptgebäude am Großen Kolonnenweg, die Oberstufenschüler gehen ihren Weg zum Abitur in der Außenstelle am Sahlkamp 143 im gleichnamigen Stadtteil. Zum Ende des laufenden Schuljahrs aber verlässt das Gymnasium dieses Gelände. „Wir werden alles in unserem Hauptgebäude zusammenführen“, sagt Schulleiter Klaus-Dieter Bloch – auch wenn dies eine Herausforderung wird. Die Zusammenlegung sei mit der Stadt schon länger verabredet. „Es stand fest, dass wir die Außenstelle nicht weiter nutzen, wenn der 13. Jahrgang nach Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren wegfällt.“ Dies sei die freie Entscheidung der Herschelschule, erläuterte Bloch: „Die Stadt hat den Umzug nicht etwa erzwungen.“

Die Schulleitung habe sich ganz bewusst für einen Standort entschieden, erklärte der Direktor: „Das ist aber keine Frage der Räume, da könnten wir noch ein paar mehr gebrauchen.“ Eine dauerhafte Trennung sei jedoch nicht gut für das Schulklima, ein teamorientiertes Arbeiten auf diese Weise nur schwer möglich: „Außerdem bedeutet es eine organisatorische Herausforderung, die Lehrkräfte immer so einzusetzen, dass sie rechtzeitig vom Hauptgebäude zur Außenstelle und zurück kommen.“ Immerhin müsse man für den Weg zu Fuß rund zwanzig, mit dem Rad fünf bis zehn Minuten einplanen.

Wie das Gebäude am Sahlkamp ab August weiter genutzt wird, steht noch nicht fest. Schulleiter Bloch kann dazu auch nichts sagen: „Die Nutzung ist dann nicht mehr in unserer Hand.“ Die Stadtverwaltung bestätigte in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide auf Anfrage der SPD-Fraktion, dass „mit der Herschelschule vereinbart worden ist, die Außenstelle zum kommenden Schuljahr aufzuheben“. Eine konkrete Antwort auf die Frage nach der Weiternutzung verweigert die Stadt jedoch: „Der Schulträger kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gänzlich ausschließen, dass der Standort in der Zukunft nicht mehr für schulische Zwecke benötigt wird.“ Ob erneut eine Schule das Gebäude beziehen wird, hängt vom „künftigen Anwahlverfahren der Eltern“ sowie von der vom Land Niedersachsen angekündigten Senkung der Klassenfrequenzen ab. Die Stadt könne daher nicht vor Herbst dieses Jahres sagen, wie sie das Gebäude im Sahlkamp 143 nutzen will.

Unterdessen sind die Bauarbeiten an dem Neubau der Herschelschule am Großen Kolonnenweg nahezu abgeschlossen. In dem drei Millionen Euro teuren Gebäude werden die Mensa und ein Freizeitbereich untergebracht. „Es fehlt nur noch die Abnahme“, sagt Klaus-Dieter Bloch. Der Freizeitbereich ist unterteilt in einen Ruhebereich, in dem die Schüler lesen können und in dem der Sozialarbeiter des Ganztagsgymnasiums die Jugendlichen unterstützt, und in einen Raum mit Billard und Tischfußball. Unterricht wird in dem Neubau nicht stattfinden; die Bibliothek bleibt im Haupthaus.

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