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Kleefelder demonstrieren gegen Neonazis

Protestveranstaltung Kleefelder demonstrieren gegen Neonazis

Anfang Juni waren Rechtsradikale durch Kleefeld gezogen. Dagegen haben am Mittwoch rund 100 Bewohner des hannoverschen Stadtteils demonstriert. Im Vorfeld war es allerdings zu einem politischen Eklat gekommen.

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Kleefelder protestieren gegen den Naziaufmarsch durch ihren Stadtteil.

Quelle: Martin Steiner (Symbolbild)

Kleefeld. Rund 100 Kleefelder haben am Mittwochnachmittag am Kantplatz gegen Neonazis demonstriert. Zu dem Protest aufgerufen hatte ein „Bündnis gegen rechts“, nachdem Anfang des Monats etwa 30 maskierte Rechtsradikale Parolen brüllend und Fackeln tragend nachts durch den Stadtteil gezogen waren. An der Kundgebung beteiligten sich unter anderem Mitglieder der Jusos, der SPD, der Grünen und der Linken. Michael Fürst, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, rief in einer Ansprache dazu auf, Diskriminierungen von Minderheiten entschieden in die Schranken zu weisen.

Zu einem kleinen Eklat war es im Vorfeld der Protestveranstaltung gekommen. Der CDU-Ortsverband Großbuchholz-Kleefeld hatte kurzfristig seine Teilnahme an der Demo abgesagt, obwohl Bezirksfraktions-Chef Eike Bostelmann in der Bezirksratsversammlung die Unterstützung seiner Partei zugesagt hatte. Als Begründung führte die CDU an, man habe nicht gewusst, dass zu der Kundgebung auf dem Kantplatz auch die „Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“ (SDAJ) aufrufe. Diese Gruppierung werde vom Verfassungsschutz beobachtet. Deswegen werde man der Demonstration fernbleiben, heißt es. Borstelmann rief dagegen die Mitglieder seiner Partei dazu auf, sich am Nachbarschaftsfest am kommenden Sonntag in der Dohmeyerstraße, das vom Bürgerverein Kleefeld ausgerichtet wird, zu beteiligen.

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