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Klinikgelände an der Podbi wird Wohngebiet
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Groß-Buchholz Klinikgelände an der Podbi wird Wohngebiet

Das Oststadtkrankenhaus zieht bis 2014 ins neue Klinikum Mitte in Linden. Auf dem Klinikgelände an der Podbielskistraße sollen dann rund 200 Wohneinheiten für bis zu 500 Bewohner entstehen.

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Die Tage des Oststadtkrankenhauses an der Podbielskistraße sind gezählt.

Quelle: Surrey (Symbolbild)

Hannover. Das Oststadtkrankenhaus ist bald Geschichte. Die Klinikverwaltung hat das Gelände an der Podbielskistraße vor einigen Wochen bereits verlassen. Das Klinikum Region Hannover (KRH) als Träger will das Krankenhaus von der Pobdi nach Linden verlegen. Dort entsteht bis 2014 das neue KRH Klinikum Mitte. Auf dem frei werdenden Gelände in Groß-Buchholz werden Wohnhäuser gebaut. Ein Architekturwettbewerb soll bald die Details klären. „Je nach Konzept könnten es rund 200 Wohneinheiten für bis zu 500 Bewohner werden“, sagte der städtische Projektkoordinator Lothar Höfs jüngst dem Bezirksrat Buchholz-Kleefeld. Das Gremium hatte - wie vergangene Woche auch die Kollegen in Bothfeld-Vahrenheide - dem neuen Bauleitplan einmütig zugestimmt.

Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus: Wenn auf der Lindener Baustelle alles klappt, wird das Oststadtkrankenhaus im Frühjahr 2014 geräumt. Ob der Architektenwettbewerb bis dahin abgeschlossen ist, steht allerdings noch nicht fest. Aber Pläne und Baurechte sollen bis Mitte kommenden Jahres festgeklopft werden. Dann werden die Klinikgebäude komplett abgerissen. „Ab Mitte 2015 könnten die ersten Wohnhäuser entstehen“, sagte Höfs. Ein breiter Streifen entlang der Podbielskistraße gehört bislang der Stadt; der größte Teil des Klinikgeländes ist Eigentum der Region Hannover. Den Abriss, die Herrichtung als Bauland und die Vermarktung der Flächen soll die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) übernehmen. Mit ihr will die Stadtverwaltung einen städtebaulichen Vertrag zur Gesamtentwicklung des Geländes abschließen.

Zuerst soll ein 70 Meter langer Streifen entlang der Podbi neu überplant werden. Dieser Streifen wird kein Teil des Wohngebiets, er soll vielmehr für Büros und medizinische Einrichtungen reserviert werden. Dorthin sollen auch Einrichtungen ziehen, die auf dem Klinikgelände beheimatet sind und vor Ort bleiben wollen. Das betrifft unter anderem das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Hannover Oststadt und die Dialyse. Erste Verhandlungen zwischen der HRG, der Region Hannover und potenziellen Investoren liefen bereits, berichtete Koordinator Höfs.

Für die Entwicklung des Neubaugebiets äußerten die Politiker im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld einige Wünsche, während das Gremium für Bothfeld-Vahrenheide keinen Diskussionsbedarf hatte. „Wie auf dem Kronsberg sollte es auch Mehrgenerationenhäuser geben“, sagte Karsten Plotzki (SPD). Ob auch an Mietwohnungen gedacht werde, wollte Belgin Zaman (SPD) wissen. „Die Stadt will eine Durchmischung“, antwortete Höfs. Privateigentum, Angebote für Mieter, aber auch genossenschaftliches Wohnen kann sich auch die Verwaltung durchaus vorstellen. Sie denkt jedenfalls nicht nur an Einfamilienhäuser: Auch mehrstöckige Gebäude sieht der Bauleitplan vor. Damit sind die Weichen für unterschiedliche Wohnkonzepte gestellt. Letztendlich soll der geplante Architektenwettbewerb die am besten geeigneten Möglichkeiten aufzeigen.

Auf dem Klinikgelände des Oststadtkrankenhauses existiert auch ein Kindergarten, manche Plätze werden von Klinikmitarbeitern in Anspruch genommen. Die städtische Kita soll an ihrem gewohnten Standort bleiben, In den sieben Stücken 6a. Die Fläche fällt nach dem Wegzug der Klinik an die Stadt. Die will allerdings das alte Gebäude abreißen und gleich daneben durch einen Neubau im Passivhausstandard ersetzen. An den detaillierten Kosten- und Bauplänen dafür wird noch gearbeitet. „Mit dem Neubau wird voraussichtlich im Sommer 2013 begonnen“, sagte Höfs. Ein Jahr später könnte die Kita den Neubau beziehen. Die Einrichtung soll dann später auch den Zuzüglern zur Verfügung stehen, die in das Neubaugebiet ziehen.

Marcel Schwarzenberger

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