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Kontaktsuche beim Ausbilder-Frühstück
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Ausbildungsbetriebe Kontaktsuche beim Ausbilder-Frühstück

Das jüngste Projekt des Bothfelder Vereins Job-Kick lässt sich vielversprechend an: Mehr als 20 Teilnehmer aus Bothfeld und Umgebung sind beim 1. Ausbilder-Frühstück dabei gewesen, zu dem der Verein ins Hotel Viva Creativo eingeladen hatte.

Ziel des Projektes soll sein, künftig Rat suchende Ausbildungsbetriebe und mit der Einstellung und Betreuung von Lehrlingen erfahrene Unternehmen an einen Tisch zu bringen. „Die Resonanz hat uns gezeigt, dass hier seitens der Betriebe enormer Diskussionsbedarf besteht“, sagt der Job–Kick–Vorsitzende Manfred Starke. Der Bothfelder Verein - ein Ableger der Gemeinschaft Bothfelder Kaufleute (GBK) - unterstützt bereits bestehende Programme zur beruflichen Bildung in Schulen, hilft aber auch, praxisnahe Konzepte für den Unterricht zu entwickeln.

Die Gespräche beim 1. Ausbilder-Frühstück drehten sich im Wesentlichen um zwei Themen: Das Suchen und Finden geeigneter Auszubildender. „Ich möchte gern einen Auszubildenden einstellen, weiß aber nicht, worauf ich beim Bewerbungsgespräch achten muss“, sagt der Bothfelder Malermeister Dieter Petersen. Zahlreiche hilfreicher Erstinformationen konnte dabei Jürgen Hansen bieten. Der Geschäftsführer von pro regio versteht sich als Berater in Ausbildungsfragen und hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als 500 junge Menschen ins Berufsleben vermittelt. „Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden“, weiß Hansen.

Für Ulrike Hornig vom Hotel Viva Creativo bewährt sich die Zusammenarbeit mit Hansen seit vielen Jahren aus anderem Grund. An Bewerbern mangelt es nicht, aber das junge Team hat keine eigene Personalabteilung. „Uns fehlt deshalb die Erfahrung bei der Einstellung von Auszubildenden, deshalb sind wir froh, wenn uns Fachleute die jungen Menschen auswählen, die zu uns passen“, sagt Hornig. Um den Nachwuchs aus dem eigenen Stadtbezirk zu fördern, setzt Jürgen Hansen auch auf gute Zusammenarbeit mit Schulen.

Gerhard Granzow weiß das Engagement jener Unternehmen und Vereine zu schätzen, die sich der Ausbildung junger Leute annehmen. „Beim Ausbilder-Frühstücks kann ich Kontakte zwischen Schülern und potenziellen Arbeitgebern herstellen“, sagt der Fachlehrer der IGS Roderbruch.

Malermeister Petersen hat unterdessen von rechten und linken Tischnachbarn wertvolle Tipps erhalten. Etwa von Torsten Kumm. „Wir stellen schließlich in jedem Jahr 20 Auszubildende ein. Von unserer Erfahrung sollen auch andere Betriebe profitieren“, betont der Mitarbeiter der HDI Gerling Versicherung. Mit einem Kundendienst, der ausschließlich vom eigenen Nachwuchs betrieben wird, gehört das Versicherungsunternehmen sicher zu den Pionieren in der Runde.

Ein Ausbilder-Frühstück will Manfred Starke künftig einmal im Vierteljahr anbieten. „Die Resonanz der GBK-Mitglieder zeigt uns, dass wir mit der Idee auf dem richtigen Weg sind“, sagt der Personalberater.

Tanja Piepho

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