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Ost Ist Streetart echte Kunst?
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Ist Streetart echte Kunst?
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00:18 03.04.2018
Das Graffiti an der Unterführung am Volgersweg hat Stefan Hoch gefertigt. Quelle: Foto: Hoch
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Streetart ist in vielen Großstädten allgegenwärtig. Von Hauswänden zu Laternenpfählen – an vielen Punkten in der Stadt finden sich Sticker, Gemälde oder Häkelschläuche. Unter dem Titel „Streetart – ist das Kunst oder kann das weg?“ hat der Künstler Stefan Hoch nun einen Vortrag gehalten. In der Pelikan-Lesestunde im Sheraton Hannover Pelikan-Hotel erzählte er über die Entwicklung der deutschen Streetart, aber auch von seinen eigenen Erfahrungen in dem Bereich.

Stefan Hoch, der auch als Illustrator für die HAZ-Jugendseite ZiSH arbeitet, ist Grafikkünstler, Streetart ist sein Steckenpferd. Bereits mit 14 Jahren habe er begonnen, Werke von anderen Künstlern in seiner Heimatstadt Bremerhaven abzumalen, erzählt Hoch. Dadurch ergab sich ein Kontakt mit Sprayern, die ihn in ihre Community aufnahmen. „Das war phänomenal und faszinierend“, sagt Hoch. Er studierte visuelle Kommunikation an der damaligen Fachhochschule Hannover, blieb der Szene aber dennoch treu.

An der Conti wurde geübt

Auf seinen Bildern zeigt Hoch während seines Vortrages in einem Schwerpunkt die Streetart auf dem Conti-Gelände in Limmer, vor dem Abriss der alten Fabrikanlagen. „Die Conti war ein riesiger Spielplatz, auf dem die Hannover-Szene viel gelernt hat“, erinnert er sich. Mit seinem Vortrag, so Hoch, hoffe er, ein neues Bewusstsein für die eigene Umgebung zu schaffen. Das funktioniert – die Gäste hören ihm gebannt zu, immer wieder gibt es Zwischenfragen, die Hoch nicht nur beantwortet, sondern mit ihnen zum Gespräch anregt. „Ich finde, vor allem der Wandel ist ein interessantes Thema“, sagt eine Besucherin. „Man fragt sich, wo wird das noch hingehen mit der Straßenkunst?“ So traurig das sei, aber er denke, die Zeit der Fassaden sei vorbei, sagt Hoch dazu. Der Trend der Selbstdarstellung werde vermutlich in neue Richtungen gehen. Dennoch sei die Kunst auf der Straße eine Bereicherung für jede Stadt. „Ich glaube, Streetart ist eines der letzten Abenteuer der Großstadt“, sagt Hoch.

Von Nele Schröder

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