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MHH bietet schnelle Hilfe für schmerzende Hände

Neuer Scanner MHH bietet schnelle Hilfe für schmerzende Hände

Jeder greift täglich mit den Händen zu – doch wenn dies mit Schmerzen begleitet wird, kann das sehr quälend sein. Für Ärzte ist es jedoch oft schwer, bei Handschmerzen die richtige Diagnose zu stellen. Die MHH setzt nun einen neuartigen Scanner ein, um schnelle Diagnosen zu stellen.

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Die Medizinische Hochschule setzt in seiner Schmerzambulanz einen neuartigen Scanner ein.

Quelle: MHH

Hannover. Gelenkverschleiß bei einer Arthrose kann ebenso die Ursache sein wie Rheuma, eine unbemerkte Fraktur oder eine Komplikation nach einer Operation. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MMH) haben sich die Diagnosemethoden nun deutlich verbessert: In der Interdisziplinären Schmerzambulanz können sich Patienten mit einem neuartigen Handscanner untersuchen lassen.

Mithilfe des Geräts suchen die Ärzte nach einer Entzündungsquelle im Körper, die die Schmerzen hervorruft. Dafür wird dem Patienten ein gering dosierter, fluoreszierender Farbstoff in die Armvene gespritzt. Die ungefährliche Substanz wird sehr schnell über die Leber wieder ausgeschieden, kann aber binnen weniger Minuten mittels speziellen Lichts und einer hochempfindlichen Kamera im Organismus nachgewiesen werden.

Auf diese Weise lassen sich entzündliche Prozesse in verschiedenen Gewebeschichten der Hand abbilden: Wo sich der Farbstoff anreichert, ist die Durchblutung besonders stark – und die Entzündung aktiv.

„In knapp 20 Minuten können wir mit dem Scanner eine differenziertere und zuverlässigere Diagnose stellen“, sagt MHH-Oberarzt Michael Bernateck. Weiterer Vorteil: Die Untersuchung mit dem Fluoreszenz-Kamerasystem ist nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden. Das neue Gerät ist in der Interdisziplinären Schmerzambulanz stationiert, die zu der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin gehört. Aber auch andere MHH-Kliniken greifen auf die neue Diagnosemethode zurück. Wolfgang Kuhnke aus Mellendorf ist einer der ersten Patienten, die von dem Handscanner profitiert haben.

Der Rentner hatte sich Ende April mit einer Kreissäge die linke Hand verletzt, zwei Monate später traten Komplikationen auf. Mit dem neuen Gerät diagnostizierten die Ärzte bei Kuhnke ein bestimmtes Schmerzsyndrom – und leiteten umgehend die entsprechende Therapie ein. Dem Patienten ist beides gut bekommen. „Man muss zwar die Hände ein paar Minuten still halten“, sagt er. Aber das habe sich gelohnt.

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