Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Mehr Betreuung für Kita-Kinder in Hannover

Buchholz-Kleefeld Mehr Betreuung für Kita-Kinder in Hannover

Bis 2013 sollen im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld von Hannover 45,9 Prozent aller Kleinkinder, die jünger als drei Jahre sind, einen Betreuungsplatz bekommen.

Voriger Artikel
Schwimmbad in Hannover schließt im Sommer wegen Renovierung
Nächster Artikel
Balkon stürzt in Hannover ein und reißt Mann in die Tiefe
Quelle: Zgoll

Bis 2013 sollen im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld 45,9 Prozent aller Kleinkinder, die jünger als drei Jahre sind, einen Betreuungsplatz bekommen. Das wäre nach dem Stadtbezirk Mitte die zweithöchste Betreuungsquote in Hannover. Bislang liegt die Quote bei knapp 32 Prozent – viel zu wenig, wie der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld vor einigen Monaten feststellte.

Im vergangenen Herbst forderte das Gremium deshalb von der Stadt, Vorschläge für neue Einrichtungen zu machen. Auch für Schulkinder sowie in Kindergärten sahen die Bezirksratspolitiker noch Nachholbedarf. Die Stadt hat jetzt ihre Antwort auf den Bezirksratsantrag vorgelegt. Danach ist Besserung in Sicht.

Der Groß-Buchholzer Kindergarten Kapellenbrink der Arbeiterwohlfahrt soll im kommenden Jahr saniert werden. Dafür werden Kinder und Erzieher für gut ein Jahr ausgelagert. „Wo wir untergebracht werden, steht voraussichtlich im Juli fest“, sagte Kita-Leiterin Valerica Bialoskorski dem Stadt-Anzeiger. Klar ist aber, dass die Stadt die Sanierung für einen Ausbau der Betreuung nutzen will. „Wir werden eine zusätzliche Kita-Gruppe bekommen“, sagte die Leiterin. Derzeit betreut die Einrichtung 95 Kita- und Hortkinder. Doch auch mit der neuen Gruppe wird die Kita dem Bedarf im Stadtteil nicht gerecht. „ Wir könnten auch zwei neue Gruppen füllen“, sagte Bialoskorski. „Auch im Hortbereich gibt es Bedarf für mindestens eine weitere Gruppe.“

Seit einiger Zeit bauen die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung sowie die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam eine neue Kindertagesstätte im Heideviertel. „Der Neubau wird voraussichtlich Februar 2012 fertiggestellt sein“, sagte Stadtsprecher Klaus Helmer. Die Einrichtung am Heidering soll rund 80 Kinder aufnehmen. Dafür werden fünf Gruppen für Krippen-, Kita- und Hortkinder aufgemacht. Dort werden auch bis zu 16 Kinder mit Behinderungen betreut. In Kleefeld will zudem der Kindergarten der privaten Oskar-Kämmer-Schule sein Ganztagsangebot um 40 Plätze erweitern. Der Ausbau umfasst je eine Krippen- und eine Kita-Gruppe (der Stadt-Anzeiger berichtete). Stadtweit plant die Verwaltung zudem den Neubau von acht Kindertagesstätten. Eine davon soll bis 2013 in der Kleefelder Bomhauerstraße entstehen. Rund 50 Krabbel- und Kita-Kinder können dort betreut werden.

Die Stadtverwaltung vermeldete zudem, dass „zukünftig alle Grundschulen im Stadtbezirk ein Ganztagsangebot vorhalten“ würden. Im Sommer dieses Jahres werden die Schule am Buchholzer Kirchweg und die Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule zu offenen Ganztagsschulen. An der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule soll es ab August an fünf Tagen die Woche Nachmittagsangebote geben. „Auch eine Frühbetreuung ab 7 Uhr planen wir“, sagte Rektorin Michaela Venskaitis. Sie schätzt, dass gut die Hälfte der rund 360 Schüler von ihren Eltern angemeldet werden. „Kleefeld braucht dringend eine Ganztagsschule“, sagte sie. Auch die Grundschule Lüneburger Damm und die Primarstufe der IGS Roderbruch sind Ganztagsschulen.

„Wir sind insgesamt auf einem guten Weg“, meinte SPD-Fraktionschef Karsten Plotzki. Doch es fehle weiter an Hortplätzen; offene Ganztagsangebote seien kein gleichwertiger Ersatz. Angesichts des Zuwachses in Neubaugebieten gebe es auch weiter in allen Altersgruppen einen Bedarf. In Groß-Buchholz etwa sei für das geplante Wohngebiet Lenbachplatz eine neue Kita nötig, wie der Stadt-Anzeiger berichtete. „Die war auch zunächst vorgesehen, aber nicht mehr im neuen Bebauungsplan“, sagte Plotzki. Seine Fraktion verweigerte deshalb in der jüngsten Bezirksratssitzung einer Planvorlage für das Neubaugebiet die Zustimmung. Der Bezirksrat will jetzt seiner Forderung nach einer Kita Nachdruck verleihen.

Marcel Schwarzenberger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ost
Region Hannover