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Ost Kitas sollen Ganztagsangebote bekommen
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Kitas sollen Ganztagsangebote bekommen
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12:00 29.06.2018
25 Plätze im Familienzentrum Regenbogenschiff werden von Dreiviertel- zu Ganztagsstellen aufgestockt. Quelle: Behrens
Misburg

Ab dem 1. August sollen die Betreuungszeiten in zwei Kitas in Misburg von sechs auf acht Stunden ausgebaut werden – also von einer Dreiviertel- zu einer Ganztagsbetreuung. Davon werden eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen der Kindertagesstätte Arbeiterwohlfahrt (AWO) Familienzentrum Misburger Regenbogenschiff und eine Kindergartengruppe mit 20 Plätzen der Kindertagesstätte Ludwig-Jahn-Straße profitieren. Das hat der Stadtbezirksrat Misburg/Anderten einstimmig und ohne weitere Diskussionen beschlossen. Allerdings müssen der Jugendhilfe- und der Verwaltungsausschuss des Stadtrates noch zustimmen.

Wenn der Antrag genehmigt wird, gewährt der Stadtbezirksrat der AWO einen Betriebskostenersatz von 27 000 Euro und dem evangelischen Stadtkirchenverband Hannover eine Förderung für verbandseigene Kindertagesstätten in Höhe von 17 500 Euro jährlich.

In den genannten Einrichtungen sinkt die Nachfrage an den derzeitigen Angeboten stetig. „Der Bedarf an Sechs-Stunden-Plätzen ist nicht mehr da“, erklärt Ingrid Kröger, Fachbereichsleitung Tageseinrichtung für Kinder bei der AWO Region Hannover. Daher hätten sie und der evangelische Stadtkirchenverband den Antrag gestellt, die Betreuungszeiten auf ein Ganztagsangebot aufzustocken.

Eltern wünschen Ganztagsplätze

Viele Eltern bräuchten schlichtweg eine Acht-Stunden-Betreuung. Ein großes Problem liegt für sie neben der Vereinbarung von Familie und Beruf eben auch in der Umstellung von einem Ganztagskrippenplatz auf eine verkürzte Anschlussbetreuung im Kindergarten. „Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen ist größer als die Zahl der verfügbaren Plätze“, unterstrich Kröger. Somit wurde von den Eltern immer mehr das Ganztagsangebot für die Kitas gefordert, der Stadtbezirksrat ist dieser Forderung jetzt nachgekommen. Durch die Aufstockung würde die Stadt einem bedarfsgerechten Betreuungsangebot nachkommen, sagt sie.

Allgemeiner Trend

Die Fachbereichsleitern der AWO weiß auch, dass die Nachfrage nach Ganztagsplätzen überall gestiegen ist. Insgesamt betreut die AWO 43 Kindertagesstätten in Hannover und Region. Dabei könnte man die Angebote an einer Hand abzählen, die noch kein Ganztagsangebot haben würden. „Viele Eltern melden sich erst mal für den Dreiviertel-Platz an in der Hoffnung, später noch einen Ganztagsplatz zu bekommen“, berichtet Kröger. Mit dem Antrag soll dagegengesteuert werden.

Die Angebote der Kindertagesstätten sind generell für Jungen und Mädchen ausgerichtet, die Leitungen der Einrichtungen achten dabei auf eine ausgewogene Belegung der Gruppen. Im Rahmen der Aufnahmekriterien werden zudem familiäre Rahmenbedingungen und Lebenssituationen bei der Platzvergabe berücksichtigt. Die gesetzlichen Vorgaben von wohnortnaher und bedarfsgerechter Betreuung werden bei der Planung von Betreuungseinrichtungen berücksichtigt.

Von Laura Ebeling

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