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Zigarette im Wäschesack löst tödlichen Brand aus

Ermittlungen nach Feuer im Seniorenheim Zigarette im Wäschesack löst tödlichen Brand aus

Zwei Tage nach dem verheerenden Feuer in einem Seniorenheim in Hannover ist eine 72-Jährige weiter in Lebensgefahr. Als Brandursache geht die Polizei mittlerweile von fahrlässiger Brandstiftung aus. Eine glimmende Zigarette könnte das tödliche Feuer verursacht haben.

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Nach dem Feuer vom Sonnabend schwebt eine 72-Jährige weiter in Lebensgefahr.

Quelle: Christian Elsner

Hannover. Eine glimmende Zigarettenkippe könnte den Brand mit zwei Toten in einem Seniorenheim in der Oststadt verursacht haben. Die Polizei gehe von fahrlässiger Brandstiftung aus, die Ermittlungen liefen, sagte Polizeisprecherin Jenny Mitschke am Montag. Allerdings hätten die Spezialisten nicht feststellen können, was genau den Brand ausgelöst hat. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sprach sich für den Einbau von Sprinkleranlagen in sozialen Einrichtungen aus. 

Das Feuer war am Samstag im Flur der fünften Etage des Seniorenheims ausgebrochen - nahe eines Wäschebehälters. Zwei Bewohnerinnen im Alter von 95 und 94 Jahren waren an ihren Verletzungen gestorben. Eine 72-Jährige schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Zwei Menschen sind am Sonnabend beim Brand eines Pflegeheims in Hannover gestorben.

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Eine automatische Brandmeldeanlage hatte die Feuerwehr am Sonnabendmorgen um 10.50 Uhr alarmiert. Kurz darauf rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot an. Zu diesem Zeitpunkt seien dunkle Rauchschwaden aus den Fenstern und Lüftungsschächten des Dachgeschosses gedrungen, berichtet ein Nachbar. Er war durch die lauten Sirenen aufgeschreckt worden und hatte den Einsatz von gegenüber beobachtet.

Während einige Brandbekämpfer die Scheiben im fünften Obergeschoss einschlugen und das Feuer durch die Fenster löschten, versuchten ihre Kollegen, die Menschen im Haus durch das Treppenhaus zu retten. Fünf Bewohner und zwei Pfleger befanden sich im brennenden Stockwerk. „Der ganze Flur war komplett verraucht, es haben ein Wäschewagen und Sitzmöbel gebrannt“, sagte Feuerwehrsprecher Clemens Hoppe. Wodurch die Gegenstände in Brand gerieten, wollen die Ermittler der Kriminalpolizei heute endgültig herausfinden.

Die übrigen 47 Bewohner des Hauses blieben unverletzt. Drei konnten sich selbst ins Freie retten, die anderen verharrten während des Einsatzes auf den Balkonen der unteren Stockwerke. Die Bewohner konnten anschließend wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Die drei Löschzüge der Feuerwehr Hannover benötigten 17 Minuten, um den Brand zu löschen. 84 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter drei Notärzte.

lni/cli

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