Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Neue Chance für die Bunsenhalle

List Neue Chance für die Bunsenhalle

Plötzlich ist die Zukunft der sogenannten Bunsenhalle doch wieder offen: Am Montag haben die Immobiliengesellschaft Union Boden und der Turn-Klubb zu Hannover Gespräche über einen möglichen Erhalt der Sporthalle auf dem Gelände der Integrierten Gesamtschule List aufgenommen.

Röntgenstr. 6, 30163 Hannover 52.39383 9.75196
Google Map of 52.39383,9.75196
Röntgenstr. 6, 30163 Hannover Mehr Infos
Nächster Artikel
Zebrastreifen sollen Raser stoppen

Der Turn-Klubb will die Bunsenhalle am der IGS List erhalten.

Quelle: Schwarzenberger

List. Über Details, wie ein Erhalt der Halle möglich werden soll, äußern sich beide Seiten aber noch wenig. Der Turn-Klubb (TKH), der nicht nur der älteste, sondern mit seinen 5000 Mitgliedern auch der größte Sportverein Hannovers ist, sucht im ganzen Stadtgebiet nach Sportstätten. Kaufen wird er die Bunsenhalle kaum. Aber sie soll dem Breitensport dienen. „Wir wollen diese Sportfläche möglichst erhalten“, betonte Rosenbrock das Verhandlungsziel.

Beide Seiten wissen, dass rasch gehandelt werden muss. Am gestrigen Mittwoch feierte die Integrierten Gesamtschule List (IGS) den Abschluss der Sanierungsarbeiten am Schulgebäude. Mehrere Jahre modernisierte Union Boden den gesamten Komplex, einschließlich der benachbarten Leibnizschule. Dabei entstand auch eine neue Sporthalle. Der letzte Bauabschnitt steht jetzt bevor: Von der Umgestaltung des Schulhofs ist auch die 50 Jahre alte Turnhalle an der Bunsenstraße betroffen. Der Vertrag zwischen Stadt und Union Boden sieht den Abriss vor; auf der Fläche soll eine Freizeitanlage für die Schüler entstehen.

Es gebe aber auch die Option, den Abriss zu vermeiden, sagte Union-Boden-Geschäftsführer Walter Richter. „Wenn eine andere Möglichkeit gefunden wird.“ Schulrektor Oswald Nachtwey hatte sich zwar für eine Weiternutzung der Halle stark gemacht; sah aber zuletzt wenig Chancen dafür. Nun geht es ihm vor allem darum, die Bauarbeiten auf dem Schulgelände nach drei Jahren endlich abschließen zu können - ob mit oder ohne Bunsenhalle. „Wenn es zum Abriss kommt, dann hoffentlich während der Sommerferien“, sagte er.

Nicht nur die IGS, sondern auch Vereinssportler und der Bezirksrat Vahrenwald-List plädierten für den Erhalt der Halle als Trainingsstätte. Auch in den Ratsfraktionen von SPD und Grünen gab es Tendenzen dafür. Aber Rot-Grün stimmte bei Fraktionssitzungen im März letztendlich gegen einen Antrag ihrer sportpolitischen Sprecher, die für einen Erhalt wenigstens bis 2015 warben. Gut 35000 Euro würde die Pflege des Gebäudes bis dahin kosten. Eine Sanierung würde sogar mit bis zu 750000 Euro zu Buche schlagen. Aber die Rastmehrheit will beide Lösungen nicht. Die Botschaft ist klar: Die Halle soll die Stadtkasse nicht belasten und aus der Bilanz des Fachbereichs Gebäudemanagement verschwinden.

Innerhalb des Rats der Stadt werden die Befürworter eines Hallenerhalts nur noch von der CDU-Fraktion unterstützt. Mitte Mai beantragte die CDU im Sportausschuss, dass die Halle bleibt - ohne zeitliche Begrenzung. Die SPD zog den Antrag in die Fraktionen und vertagte damit die Entscheidung. Voraussichtlich zur nächsten Sitzung im Juni kommt der Antrag wieder auf den Tisch. „Wir erhalten ihn aufrecht“, betonte Dieter Küßner, der für die CDU im Sportausschuss sitzt. Daran ändere auch der Vorstoß des Turn-Klubbs nichts. „Der kam für uns überraschend“, sagte Küßner. Der Verein müsse ein schlüssiges Konzept vorlegen, wie er sich den Betrieb vorstelle. „Und das muss mit Politik und Stadt abgestimmt werden.“

Marcel Schwarzenberger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
List
Foto: Die Bunsenhalle wird nun doch nicht abgerissen.

Die sogenannte Bunsenhalle in der List wird nun doch nicht abgerissen. Der Turn-Klubb zu Hannover (TKH) mietet die sanierungsbedürftige Sportanlage von der städtischen Immobiliengesellschaft Union Boden und will auch die Kosten für notwendige Sanierungen übernehmen.

mehr
Mehr aus Ost
Region Hannover