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Die letzte Lücke wird geschlossen

Reihenhäuser statt Büros Die letzte Lücke wird geschlossen

Auf der Brachfläche im Lister Blick sollen Reihenhäuser entstehen - an Büros besteht kein Interesse.

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Gute Aussichten im Lister Blick: Die Grachtenlandschaft am Mittellandkanal soll mit weiteren Stadthäusern komplettiert werden.

Quelle: Körner

List. Die letzte Brachfläche im Wohngebiet Lister Blick an der Podbielskistraße wird voraussichtlich mit Reihenhäusern bebaut. Ursprünglich waren für den Streifen hinter dem Parkplatz des Edeka-Marktes an der Karl-Rüter Straße laut Bebauungsplan viergeschossige Einheiten vorgesehen. Ab dem ersten Stock sollten Wohnungen entstehen, für das Erdgeschoss waren Praxen oder Büros vorgesehen.

Seit Jahren hat der Eigentümer versucht, diese Fläche entsprechend zu vermarkten – vergebens. Im Rahmen der Wohnbauflächeninitiative der Stadt wurde jüngst unter anderem diese unbebaute Freifläche überprüft. „Es ist nicht zu erwarten, dass dieses Brache in der zweiten Reihe an der Podbi künftig wie geplant vermarktet werden kann“, sagte Karl Schuchert vom Fachbereich Tiefbau der Stadt in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Vahrenwald-List. Die Stadt möchte daher die Fläche für eine Komplettierung des nördlich angrenzenden Wohngebietes nutzen und entsprechend umwandeln. „Wir wollen den Streifen als Wohnflächen nutzen und Baurecht schaffen für 23 Stadthäuser mit kleinen Gärten“, erklärte Schuchert. Für dieses Vorhaben müsse der Bebauungsplan geändert werden.

Es geht um ein 0,5 Hektar großes, langgezogenes Grundstück zwischen der Karl-Rüter-Straße im Norden und der Friedrich-Busack-Straße im Süden. Es wird begrenzt von der Grethe-Jürgens-Straße im Westen und erstreckt sich bis zur Leo-Sympher-Promenade im Osten. Das dreigeschossige Reihenhauskonzept des Wohngebietes Lister Blick soll hier fortgesetzt werden, ein privater Investor steht auch bereits in den Startlöchern. „Die Firma Gundlach möchte hier bauen“, so Schuchert. Geschosswohnungen wären aber nach diesen Planungen vom Tisch, die Stadthäuser sollen sich an die vorhandene Baustruktur anpassen.

Die Fraktionen im Bezirksrat stimmten einmütig für dieses Vorhaben, allerdings müssen noch etliche Detailfragen geklärt werden. „Reihenhäuser hinter dem Supermarktparkplatz hören sich nicht sonderlich attraktiv an“, gab Lars Pohl (CDU) zu Bedenken. Zumindest ein Lärmriegel zwischen den Komplexen müsse bei der Planung berücksichtigt werden. „Lärmschutz ist geplant“, erwiderte Schuchert.

Die Stadtteilpolitiker sind sich einig, dass so ein Filetstück für den Wohnungsbau genutzt werden muss, allerdings sorgt noch ein weiterer Punkt für positive Resonanz auf das Vorhaben: Die Brachfläche wird seit geraumer Zeit regelmäßig zugemüllt, gelbe und blaue Säcke werden willkürlich abgestellt, etliche Anwohner haben sich bereits über den zuweilen verwahrlosten Zustand der Fläche beschwert.

Der unbebaute Bereich an der Ecke Eulenkamp/Podbielskistraße bietet schon länger ein trauriges Bild. Eigentümer dort war das hannoversche Immobilienunternehmen BauWo. Die Firma versprach Besserung, geschehen ist seither nicht. Derweil hätte die Projektentwicklungsfirma liebend gerne einen Bürokomplex gebaut – mehrgeschossig, um das dahinter liegende Wohngebiet vom Verkehr auf dem Eulenkamp abzuschirmen. Allein, es fehlte der Nutzer.

Es habe zwar viele Interessenten gegeben, aber die Vorstellungen zwischen BauWo und den potenziellen Auftraggebern hätten zu weit auseinander gelegen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Baufirma wollte ihr Filetgrundstück an der Podbielskistraße eigentlich nicht einfach so veräußern, sondern weiter auf ein gutes Angebot warten. Dieses ist jetzt offensichtlich von Seiten der Stadt und der Firma Gundlach eingetroffen.

 Susanna Bauch

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