Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Neues Wohngebiet entsteht ab Herbst
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Neues Wohngebiet entsteht ab Herbst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 06.09.2012
Der Bau einer Tiefgarage im Lister Pelikanviertel soll bald anlaufen. Quelle: Marcel Schwarzenberger
List

In den vergangenen Monaten war das Unternehmen vor allem mit der Bodensanierung auf dem Gelände befasst. Im September, so Gundlach, wolle man detaillierte Pläne für das rund 50 Millionen Euro teure Vorhaben vorstellen. Es geht um 166 Wohnungen, die zwischen Carl-Hornemann-Straße und Pastor-Jaeckel-Weg entstehen.

„In Kürze beginnt auch der Vertrieb der Wohneinheiten“, sagte Gundlach-Geschäftsführer Lorenz Hansen. Etwa ein Drittel der Wohnungen soll an neue Eigentümer verkauft werden. Die restlichen Einheiten kommen als Mietwohnungen auf den Markt. Erster Bauabschnitt wird eine Tiefgarage unter dem Areal sein, die Platz für gut 200 Fahrzeuge bietet. Darüber entstehen acht Gebäude. Auch Büros und kleinere Läden sind dort vorgesehen. Die Geschäfte sollen der Nahversorgung der Anwohner dienen; so könnten sich dort ein Bistro oder ein Bäcker ansiedeln. Gundlach will zudem einen Kindergarten einrichten und stößt damit bei der Stadtverwaltung auf Wohlwollen. „Wir haben daran großes Interesse“, bestätigt Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Allerdings rechne die Stadt nicht vor 2014 mit einer Eröffnung dieser Kindertagesstätte. Gundlach plant mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren, sucht für die Kita aber noch einen Betreiber. „Es wird vermutlich ein privater Träger“, sagt Hansen.

Mit der Bodensanierung hat das Bauunternehmen die Voraussetzungen für den eigentlichen Baustart geschaffen. Wegen der Rückstände aus jahrzehntelanger Industrieproduktion musste das Unternehmen zunächst den Boden aufarbeiten, bevor dort Wohnraum entstehen kann. Das Areal gehörte einst zum Gelände der Firma Pelikan, die hier zwischen 1903 und 1913 Fabrik- und Verwaltungsgebäude errichtete. Mangels Erweiterungsflächen wurde die Produktion in den 1970er Jahren nach Peine verlegt, nur Vertrieb, Marketing und Verwaltung blieben in Hannover. Nach dem Konkurs der Firma wurden große Teile der Produktionshallen abgerissen. Einige Jahre später, ab Mitte der 90er Jahre, begann die Revitalisierung des Werksgeländes mit Bürogebäuden, Wohnungen und Restaurants. Mit dem Tintengraben wurde zudem ein alter Bachlauf renaturiert.

Marcel Schwarzenberger

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es waren die schweren Bombenangriffe im Herbst 1943, die das Gesicht der Drostestraße unwiderruflich zerstörten. Viele prächtige Gründerzeitbauten fielen in diesen Nächten des Zweiten Weltkriegs in Schutt und Asche. An ihrer Stelle säumen nun nüchterne Nachkriegsbauten die rund 800 Meter lange Straße in der List.

Margret Jans-Lottmann 06.09.2012

Viele Autofahrer nutzen das Straßenstück zwischen Emmichplatz und Hindenburgstraße als Abkürzung ins Zooviertel – und gefährden sich und andere.

Margret Jans-Lottmann 05.09.2012

Zeugen wollen gesehen haben, dass ein 25-jähriger Mann am Mittwochmorgen durch ein Loch in einer Schaufensterscheibe eines Kioks an der Straße Lister Kirchweg in die Auslage griff und verschwand. Die Polizei hat den mutmaßlichen Einbrecher festgenommen.

05.09.2012