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Ost Oberschule kommt nicht
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Oberschule kommt nicht
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10:29 23.02.2012
Von Bärbel Hilbig
Die geplante Oberschule in Anderten wird nicht realisiert. Quelle: dpa (Symbolbild)
Anderten

Eine Oberschule wird es in nächster Zeit in Hannover nicht geben. Nach erhitzter Debatte lehnte die Mehrheit im Schulausschuss am Mittwoch den Wunsch der Pestalozzischule ab. Die Hauptschule in Anderten hatte sich von ihrer Umwandlung zum kommenden August bessere Bedingungen für ihre Schüler und erhöhten Zulauf versprochen, weil eine Oberschule auch Realschüler aufnimmt.

Der Bezirksbürgermeister von Misburg-Anderten, Klaus Dickneite (SPD), betonte, der Stadtbezirk stehe hinter der  Pestalozzischule. „Wenn die IGS die Lösung wäre, warum wechseln dann Schüler von der IGS an die Hauptschule?“ Dies geschieht offenbar an der Pestalozzischule, der alle Politiker gute Arbeit bescheinigten. Dennoch gibt es im 5. und 6. Jahrgang jeweils nur eine Klasse. „Es geht um nackten Überlebenskampf, wenn Hauptschulen zur Oberschule werden wollen“, sagte Silvia Klingenburg-Plüm (Grüne). „Eltern wünschen sich eine gebundene Ganztagsschule. Dafür brauchen wir aber keine neue Schulform“, sagte Ute Janus vom Stadtelternrat, die vom Land eine bessere Ausstattung aller Schulen verlangte.

Die CDU forderte von der Stadt eine Elternbefragung zur Oberschule. Schuldezernentin Marlis Drevermann verwies auf den durch Befragungen nachgewiesenen Bedarf an weiteren Integrierten Gesamtschulen. „Die IGS-Gründung ist ausdrücklicher Elternwunsch. Wir müssen sehen, was dann mit anderen Schulen passiert.“

Heftig debattierte der Ausschuss auch über die Sozialarbeiter, die über das Bildungs- und Teilhabepaket befristet für zwei Jahre an 35 von 110 städtischen Schulen geschickt werden sollen. Von den fünf Millionen Euro sind 1,4 Millionen für Sachmittel vorgesehen. Das erschien Elternvertretern und CDU zu viel. Die CDU scheiterte mit ihrem Antrag, 20 Prozent der Sachmittel für weitere Sozialarbeiter auszugeben. Elternvertreterin Janus bedauerte, dass die Egestorffschule in Linden-Süd nicht berücksichtigt wird, obwohl sie eine besonders große Anzahl unterstützungsbedürftiger Schüler hat.

l Anhörung zu Schulessen: Auf Antrag der Grünen will sich der Schulausschuss über die Organisation der Essensversorgung an Ganztagsschulen in anderen Städten informieren. „Wir wollen ein kommunales Gesamtkonzept für das Mittagessen aller Schulen“, sagte Silvia Klingenburg-Plüm. Bisher muss jede Schule das Mittagessen selbst organisieren. Die Grünen kritisieren, dass dies zu starken Unterschieden bei Qualität und Preisen führt. Zuschüsse würden zum Teil nicht gezielt eingesetzt. Der Stadtelternrat hat bereits ein Arbeitspapier mit grundlegenden Forderungen erarbeitet, das vorgestellt werden soll.

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