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Ost Kindersportzentrum kann starten
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Kindersportzentrum kann starten
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00:15 01.03.2014
Von Susanna Bauch
Barrenturnen, Seilhangeln oder Zirkeltraining: In der Sportschule bleibt der Nachwuchs in Bewegung. Quelle: Privat
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List

Seit knapp zwei Jahren steht der langfristige Mietvertrag, seit etwa einem Jahr wird saniert - jetzt steht der offiziellen Eröffnung des Kindersportzentrums List unter der Trägerschaft des Turn-Klubb Hannover (TKH) in der Lister Bunsenhalle nichts mehr im Wege. Der Verein hatte das marode Gebäude an der Bunsenstraße mit großem Aufwand auf Vordermann bringen lassen. Das 500 Quadratmeter große Gebäude verfügt über eine 300 Quadratmeter große Halle, dazu gibt es einen Psychomotorikraum, in dem Kinder spielen können, einen Warteraum für Eltern und neue Umkleiden und Sanitärräume. Außerdem wurden neue Sportgeräte angeschafft. 150 000 Euro hat der Turn-Klubb aus Vereinsmitteln investiert, darüber hinaus wurden weitere 50 000 Euro an Fördermitteln verbaut.

„Wir bewegen in der Bunsenhalle 500 Menschen pro Woche“, sagt der Vorstandvorsitzende des Vereins, Hajo Rosenbrock. Zwei Lister Kitas treiben regelmäßig Sport in dem Gebäude. Die IGS List nutzt die Halle für die Mittagsbetreuung des TKH, der hier auch die Kindersportschule (Kiss) sowie Kindersport anbietet. Der HSC hat Hallenzeiten gebucht, außerdem trainieren an der Bunsenstraße Cheerleader und Show Dancer, aber auch Fans der Trendsportarten Parkour und Tricking.

„Die Kapazitäten sind langsam erschöpft, es sind nur wenige Trainingszeiten frei“, sagt Rosenbrock. Rund 30 Stunden sind wöchentlich zu vergeben. Auch ein Kindergeburtstag darf in der Bunsenhalle gefeiert werden - allerdings als Ausnahme. „Wir wollen durchaus alle Generationen und vor allem auch Senioren ansprechen, die abends die Halle nutzen können“, so Rosenbrock. Daher wird es an der Bunsenstraße künftig auch den Fitnesstrendsport Zumba oder ähnliches geben.

Der TKH hat mit seinem Plan, die in die Jahre gekommene Halle zu mieten, zu sanieren und dafür Fördergelder zu bekommen, neue Wege beschritten. Die Stadt hätte keine Aussicht auf Finanzhilfe gehabt. Die Verwaltung kalkulierte eine Rundumsanierung der Halle mit rund 750 000 Euro und plante deshalb den Abriss. Sowohl das Gebäude der IGS als auch das der benachbarten Leibnizschule wurden von der städtischen Immobiliengesellschaft Union Boden saniert. Dabei entstand eine neue Dreifeldhalle. Deshalb erschien den Planern der Abriss einer kleinen, 50 Jahre alten Halle als logische Konsequenz. Aber Vereinssportler, die IGS, der Bezirksrat Vahrenwald-List und Sportpolitiker quer durch die Ratsfraktionen kämpften gegen ein Verschwinden der Bunsenhalle. Der TKH übernahm daraufhin die Halle in Eigenregie, der Mietvertrag mit der Union Boden kam zustande.

Nicht nur für ein paar Jahre, sondern auf Dauer soll die Bunsenhalle für den Breitensport erhalten bleiben, betonte TKH-Geschäftsführer Rosenbrock. Der Sportverein hat in dem letzten Jahr nicht einmal die Hälfte der Kosten, mit denen die Stadt gerechnet hatte, investiert. Für Rosenbrock kein Wunder; der Verein als privater Bauträger könne ganz anders planen als eine Stadtverwaltung, die an gewisse Standards gebunden sei. „Wir haben uns genau angeschaut, was dringend notwendig ist“, sagte Rosenbrock. Die Privatisierung solle vor allem eines sein: „Ein gutes Beispiel, wie man eine solche Fläche erhalten kann.“

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