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Ost Kommunaler Ordnungsdienst soll im März loslegen
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Kommunaler Ordnungsdienst soll im März loslegen
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16:01 16.02.2018
Für viele Anwohner sind Radfahrer auf Fußwegen ein stets Ärgernis.  Quelle: Philipp Von Ditfurth
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Vahrenwald-List

 Noch  im März soll der kommunale Ordnungsdienst seine Arbeit aufnehmen, allerdings noch nicht in voller Stärke. Das hat Ordnungsdezernent Axel von der Ohe am Montag abend in der Sitzung des Bezirksrats Vahrenwald-List mitgeteilt.  Von der Ohe hat Konzept und Wünsche bereits in einigen Stadtbezirksräten vorgestellt, eine zweite Runde ist geplant, wenn Kritik und Anregungen bearbeitet sind. 

Die Menschen im Stadtbezirk Vahrenwald-List fühlen sich laut einer Umfrage zu 80 bis 95 Prozent sicher auf ihren Straßen. Bei dem neuen Ordnungsdienst soll es neben der Sicherheit aber auch um Sauberkeit und Schutz gehen, dazu  gehören etwa Lärmbelästigung, Gehwegparken oder Radfahren in Fußgängerzonen wie der Lister Meile. „Das Konzept ist nicht statisch sondern ein Start, den wir gemeinsam im Dialog mit Bürgern und Stadtteilpolitikern weiterdiskutieren wollen“, erklärt von der Ohe. Grundsätzlich sollen nach einem Ratsbeschluss vom November vergangenen Jahres künftig 50 Frauen und Männer in Hannover für Sicherheit und Sauberkeit sorgen. Neun  – durchweg männliche – neue Mitarbeiter kann die Stadt zusätzlich zu den  zehn Kollegen der Servicegruppe Innenstadt bislang vorweisen.

Die Kommunalpolitiker in Vahrenwald-List begrüßen den Kommunalen Ordnungsdienst, auch, „weil das Konzept hier ohne jegliche Panikmache vorgestellt wird“, betont Klaus Geschwinder (Grüne).  Zudem sei die enge Zusammenarbeit mit der Polizei begrüßenswert.  Ein unterstützender aber nicht massiver Auftritt des Sicherheitsdienstes sei eine gute Sache. „Auf so etwas wie professionelles Betteln können wir alle verzichten.“  SPD-Fraktionschef Bruno Gill hat auch einige Bereiche parat, die die künftigen Mitarbeiter im Auge haben sollten. „Das Drogenproblem im Vahrenwalder Park und rund um die IGS Büssingweg muss dringend eingedämmt werden“, so Gill. Aber auch Falschparker und Radfahrer auf Fußwegen seien ein Ärgernis in Vahrenwald. Lärm und Unrat am  Weißekreuzplatz sind genauso Thema wie ein „Brennpunkttreff“ im Wohngebeit Lister Blick. Ulrike Krause (CDU) findet allerdings die geplanten Einsatzzeiten zwischen 8 und 22 Uhr nicht ausreichend. „In den Abendstunden mehren sich doch die Vorfälle, einen Schichtdienst von 12 bis mindestens 24 Uhr erachte ich als sinnvoller.“  Begrüßt indes wird einhellig die geplante Einrichtung einer Notfallnummer, über die der Ordnungsdienst alarmiert werden kann.

In der Sitzung wird deutlich, dass es vielen nicht um kriminelle sondern eher um lästige Alltagsprobleme geht. „Kampfradler auf der Lister Meile, Dreck, Falschparker, illegale Sperrmüllhaufen und Vandalsimus“, wie Thomas Bechinie (SPD) betont. Auch der Einsatz von Straßenmusik auf der Lister Meile soll künftig geregelt werden. An neun besonders frequentierten Standorten dürfen Musiker demnach zu jeder vollen Stunde aufspielen – dreißig Minuten lang.

Seit Kurzem werden die Stellen für den Ordnungsdienst auch extern ausgeschrieben, rund 50 Bewerbungen sind daraufhin bereits eingegangen, Bewerbungsschluss ist am 9. Februar. „Eine dreijährige Berufserfahrung ist Voraussetzung“, sagt Helga Diers vom Fachbereich Zentrale Dienste.  Zudem gibt es Anforderungen an die Persönlichkeit der neuen Stadtstreifen. „Ein freundliches Wesen, Eigeninitiative, Fingerspitzengefühl in Konfliktsituationen sowie physische und psychische Belastbarkeit und ein angstfreier Umgang mit Hunden sind wichtig für den Einsatz“, so Diers. Die neuen Mitarbeiter werden durch Uniform mit Hannover-Emblem und Schriftzügen als städtischer Ordnungsdienst ausgewiesen, bewaffnet sind sie nicht. „Wir wollen keine Stadtsheriffs, es geht um Deeskalation und Präsenz“, betont von der Ohe. 

Von Susanna Bauch

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