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Ratsbeschluss

Parkhaus am HCC wird für acht Millionen Euro gebaut


Neben dem Hannover Congress Centrum (HCC) wird ein Parkhaus mit 900 Stellplätzen gebaut. Das hat der Rat am Donnerstag beschlossen. Die Kosten sollen sich auf rund acht Millionen Euro belaufen.

Mit rot-grüner Mehrheit hat der Rat der Stadt am Donnerstag den Bau eines Parkhauses neben dem Hannover Congress Centrum (HCC) beschlossen. Für rund acht Millionen Euro soll auf dem bereits bestehenden Parkplatz nahe der Eilenriedehalle eine sogenannte Parkpalette mit 900 Stellmöglichkeiten entstehen. Nicht durchsetzen konnte sich die FDP mit ihrer Forderung, zugleich ein Verkehrskonzept für das Zooviertel zu entwickeln. „Die Besucher des Zoos werden nicht die neuen, kostenpflichtigen Plätze im Parkhaus nutzen, sondern im Viertel herumkurven, um freie Stellflächen zu finden“, wandte FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke ein. Sein Kontrahent von der SPD, Baupolitiker Thomas Hermann, meinte dagegen, dass man zunächst das Parkhaus bauen sollte und dann abwarten müsse, wie sich die Verkehrssituation verändert. „Dann können wir darauf reagieren“, sagte er.

In der Ratsversammlung wurden noch weitere Vorhaben beschlossen. Einmütig stimmten die Politiker dem rot-grünen Antrag zu, die Wege im Ihme-Zentrum besser auszuleuchten, sauberer zu halten und im Ganzen besucherfreundlicher und behindertengerecht zu gestalten. Denn gleichsam als Bekenntnis zum Ihme-Zentrum hat die Stadt insgesamt drei Fachbereiche in der Bauruine untergebracht, Jugend und Familie, der Fachbereich Senioren und das Gebäudemanagement. 500 Beschäftigte arbeiten in dem Komplex, Besucher hatten sich bereits mehrfach über die düsteren und schmutzigen Wege zu den Ämtern beschwert. Bis Ende des Jahres, so der Auftrag aus der Ratspolitik, soll das Ihme-Zentrum schöner werden.

Lange diskutierten die Politiker über das Für und Wider von Streusalz auf den Straßen Hannovers im kommenden Winter. Auf Anfrage der CDU wurde deutlich, dass der Einsatz einer Feuchtsalzlösung (Sole) wesentlich günstiger ist als das Streuen von Splitt. Um einen Kilometer Straße rutschsicher zu machen, muss eine Splittmenge im Wert von sechs Euro aufgebracht werden, die entsprechende Menge Sole kostet nur zwei Euro. „Warum denkt die Stadt dann nicht um und setzt auf Salz?“, fragte FDP-Chef Engelke. Keinesfalls, so antwortete Umweltdezernent Hans Mönninghoff (Grüne), wolle er zurück in die sechziger Jahre, wo jeder Bürger Unmengen von Salz auf die Straße schaufelte und Schäden an Bäumen verursacht wurden. „Beim Salz folgen wir der Devise: so wenig wie möglich, so viel wie nötig“, sagte er. Darauf wollte es Engelke nicht beruhen lassen. „Meinen Sie nicht, dass die Bürger mit Streusalz verantwortungsvoll umgehen?“, fragte er den Umweltdezernenten. Der gab sich als Kulturpessimist und entgegnete, dass er nicht ohne Weiteres an das Gute im Menschen glaube.

Kulturdezernentin Marlis Drevermann freute sich über die Anregung von der CDU, die Organisation des Schorsenbummels wieder in private Hände zu geben. „Ich greife das gerne auf, hoffe aber auch, dass sich Sponsoren finden“, sagte sie. Seit fünf Jahren veranstaltet die Stadt drei- bis viermal im Jahr ein buntes Musikprogramm auf der Georgstraße.

Andreas Schinkel

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