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Sprachferien für lernschwache Kinder

Bessere Konzentration durch gemeinsames Musizieren Sprachferien für lernschwache Kinder

Bei den Sprachferien in Groß-Buchholz - vorrangig für lernschwache Kinder, die in den Ferien nicht verreisen können - machen 25 Kinder mit. Dabei lernen sie über das Musizieren mit einfachen Instrumenten viel konzentrierter als sonst.

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Sprachferien mal anders im Groß-Buchholzer Nachbarschaftszentrum "Spielarkaden".

Quelle: Schmidt

Groß-Buchholz. Was ist denn nur mit König Severin los? Der Monarch langweilt sich den ganzen Tag, sitzt träge auf dem Sofa, trinkt Cola, isst Chips und wird immer dicker. Ein lotteriges Leben führt der ergraute alte Mann – bis seine geliebte Tochter Rosalynn davonläuft und plötzlich eine Menge Künstler seinen Hof bevölkern. Am Ende der Geschichte lässt König Severin inmitten einer Gruppe von Bauchtänzerinnen lustvoll seinen dicke Bauch kreisen und wundert sich, dass seine Trägheit wie verflogen scheint.

Die Geschichte hat sich Horst Schneider, der in der vergangenen Woche Clown Fidolo beim Verein Stadtteilgespräch Roderbruch war, gemeinsam mit 25 Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren ausgedacht. Im Groß-Buchholzer Nachbarschaftszentrum „Spielarkaden“ an der Buchnerstraße 13 b arbeitete der Clown beim Bildungsprojekt „Hallo Einstein“ vorrangig mit lernschwachen Kindern, die ihre Ferien daheim verbringen müssen. Das Ergebnis der fünftägigen „Sprachferien“ war eine bunte, lustige Theatervorführung. Auch eine Ballettlehrerin und eine Märchenerzählerin unterstützten Schneider.

Ermöglicht hat die Sprachförderung die ZAG-Stiftung Pro Chance mit einer Spende über 2000 Euro. „Wir wollten Kinder ansprechen, die nur wenig von Zuhause gefördert werden“, erklärt Erika Bartels, Leiterin des Projekts „Hallo Einstein“. „Hier in dieser Gruppe durften die Kinder auch mal auffällig sein und waren doch kreativ integriert.“ Beim Musizieren mit einfachen Instrumenten hatten die Kinder gemeinsam einen Rhythmus erarbeitet und so spielerisch Zuhören geübt. Beim Schreiben von Textpassagen und Gestalten von Plakaten verbesserten sie ihre Sprachfähigkeiten.

Nicht nur so haben die Kinder in dieser Woche Erfolg erlebt. Jeder kleine Schauspieler – egal, ob im Tutu, im Bauchtanzkostüm, mit Clownshose oder Heroldsanzug – bekam bei der fröhlichen, einstündigen Aufführung seinen Platz und Anerkennung: Zunächst bei den Proben der Gruppe und später während und nach der Aufführung mit tosendem Applaus vom begeisterten Publikum.

Karin Vera Schmidt

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