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Stadtbahnverlängerung bis Meyers Garten kommt

Misburg Stadtbahnverlängerung bis Meyers Garten kommt

Ungeachtet der Querelen im ersten Abschnitt will die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover vom kommenden Frühjahr an bis Meyers Garten im Misburger Zentrum verlängern. Vorarbeiten könnten damit schon im Herbst beginnen.

Hannover. Die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover (Infra) will die Stadtbahnstrecke in Misburg vom kommenden Frühjahr an bis Meyers Garten im Misburger Zentrum verlängern – ungeachtet aller Probleme auf dem bisherigen Abschnitt zur Schierholzstraße. Vorarbeiten wie etwa Rodungen oder Arbeiten an Leitungen könnten damit schon im Herbst beginnen.

Nachdem Mitte Dezember das erste Teilstück der Trasse bis Misburg/Nord in Betrieb gegangen war, soll nun ein zweites folgen. Es führt 1,8 Kilometer entlang der Buchholzer Straße bis Meyers Garten, zwischendurch sind mit Kafkastraße und Am Forstkamp zwei weitere Haltestellen geplant. Die Baukosten belaufen sich auf 14 Millionen Euro. „Wir erwarten noch im Sommer den Planfeststellungsbeschluss und können danach Bauaufträge ausschreiben“, sagt Stefan Harcke, Geschäftsführer der für Gleisanlagen, Tunnel und Haltestellen der Stadtbahn zuständigen Infra. Verlaufe alles nach Plan, gehe die Strecke 2013 in Betrieb.

Bahnlärm kein Problem mehr

Die für den Nahverkehr zuständige Region Hannover in Gestalt ihres Verkehrsdezernenten Ulf-Birger Franz hatte allerdings angekündigt, dass die Querelen rund um das bisherige Teilstück beseitigt werden müssten, bevor auf dem zweiten Abschnitt Bahnen rollen. Schon kurz nach Inbetriebnahme hatten sich Anlieger der dicht an Wohnhäusern vorbeiführenden Trasse über Lärm und vibrierende Hauswände beklagt, ausgelöst von vorbeifahrenden Bahnen. Bei der Staatsanwaltschaft Hannover war deshalb sogar eine Anzeige wegen Körperverletzung eingegangen. „Dieses Verfahren ist inzwischen eingestellt“, sagt Harcke.

Die Infra hatte die Probleme eingestanden, wegen der sich auch eine Bürgerinitiative gegründet hat. Allerdings stellt Harcke auch klar, dass gesetzliche Grenzwerte nicht überschritten würden. „Seitdem das Gleis eingefahren und der Rasen zwischen den Schienen gewachsen ist, ist der Bahnlärm kein Problem mehr“, sagt Harcke. Nach wie vor gebe es aber Vibrationen, die ebenfalls Lärm mit sich brächten.

Um die Dinge zu entspannen, hat sich mittlerweile ein Runder Tisch gegründet. Dort sind die Anwohner, die Infra, die Üstra und die Region vertreten, für die Stadt sitzt Bürgermeister Bernd Strauch am Tisch. „Wir arbeiten an Lösungen“, erklärt Harcke wolkig. Ob es sich dabei um bauliche Veränderungen, Tempolimits für die Bahnen oder anderes handelt, bleibt der Öffentlichkeit vorerst verborgen. Der Runde Tisch hat Stillschweigen vereinbart – unter anderem deshalb, weil man das Thema aus dem Kommunalwahlkampf heraushalten möchte.

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