Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Stillstand an der Podbi 198 - Bezirksrats stimmt für Veränderungssperre
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Stillstand an der Podbi 198 - Bezirksrats stimmt für Veränderungssperre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:30 03.04.2010
Die Eigentümer der Grundstücke an der Podbi lehnen die Pläne der Stadt ab. Quelle: Kirchberg

Auf der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Vahrenwald-List haben die Bezirksratsmitglieder mit knapper Mehrheit für eine sogenannte Veränderungssperre gestimmt und damit der Stadt den Rücken gestärkt, die für das heruntergekommen wirkende Areal an der Podbi ausschließlich eine viergeschossige Bauweise zulassen will.

Erst vor anderthalb Monaten hatte der Bezirksrat eine Bauvoranfrage für den eingeschossigen Supermarkt abgelehnt und sich ebenfalls für eine viergeschossige Bauweise ausgesprochen. Die Politiker bekräftigten aber ihre generelle Zustimmung zu einem Discounter an dieser Stelle sowie zu zusätzlichen Büroräume und Wohnungen. Die Veränderungssperre, die nun verabschiedet wurde, dient der Stadt als baurechtliches Instrument, ihre eigenen städtebaulichen Ziele abzusichern und unerwünschte Entwicklungen zu vermeiden.

Für die Veränderungssperre votierten die Mitglieder der SPD-Fraktion, die CDU stimmte dagegen. Es gab zwei Enthaltungen „Die Stadt möchte an dieser Stelle, die wie eine riesige, düstere Baulücke wirkt, an die vorhandene städtebauliche Struktur anknüpfen. Das bedeutet an der Podbielskistraße eine viergeschossige Bauweise und an der Schwindstraße eine dreigeschossige“, erklärt Karl Schuchert vom Fachbereich Plan- und Stadtentwicklung. Wolfgang Vieth, einer von drei Eigentümern der Fläche, kann nicht nachvollziehen, dass die Stadt um jeden Preis an der viergeschossigen Bauweise festhält. „Hier leben viele alte Leute und junge Familien mit Kindern. Die könnten einen Supermarkt gut gebrauchen“, sagt Vieth und fragt: „Warum können wir nicht erst mal eingeschossig bauen und dann vielleicht später noch aufstocken?“ Der Grundstückseigentümer, der auf dem Gelände eine Spedition betreibt, lässt keinen Zweifel daran, dass sich ohne das Entgegenkommen der Stadt am jetzigen Zustand der Podbielskistraße 196 bis 200 nichts ändern wird. Weder er, noch der Besitzer der Garagen und der Werkstatt hätten vor zu verkaufen. „Uns kann man zu nichts zwingen“, sagt Vieth selbstbewusst und fügt vielsagend hinzu, „und das gilt nicht nur für mich, sondern nach meinem Ableben auch für meinen Sohn.“ Schuchert bestätigt diese Aussage. „Die Besitzer haben Bestandsschutz. Die können so weiter machen wie bisher“, sagt der Verwaltungsangestellte.

Julia Pennigsdorf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Verschiebung der Stadtteilgrenze zwischen Anderten und Misburg vor mehr als 30 Jahren sorgt bei einigen Anderter Bürgern weiter für Unmut. Während der jüngsten Sitzung des Bezirksrats warfen einige Hauseigentümer aus Misburg-Süd der Verwaltung vor, ihre Häuser seien jetzt weniger wert, weil sie nicht mehr auf Anderter Gebiet, sondern in Misburg-Süd stünden.

Veronika Thomas 02.04.2010

Das Ministerium in Madrid beharrt auf die Schließung des Konsulats in der Oststadt von Hannover. Die in Niedersachsen lebenden Spanier wollen die Schließung mit gesammelten Unterschriften und Protestaktionen verhindern.

02.04.2010

Risse im Boden führten zur Schließung der St. Jonnahiskirche. Nun kann 
das Gotteshaus in Misburg wieder genutzt werden. Am Ostersonntag feiert die Gemeinde dank der provisorischen Sanierung wieder in der eigenen Kirche Gottesdienst.

02.04.2010