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Ost Tribüne des OSV Hannover gerät in Brand
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Tribüne des OSV Hannover gerät in Brand
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22:49 22.03.2010
Von Tobias Morchner
Die Ursache für das Feuer ist zunächst unklar. Quelle: Tim Schaarschmidt

Ein riesiges schwarzes Loch klafft seit dem frühen Sonntagmorgen in der Mitte der Tribüne des traditionsreichen Oststadt-Stadions in Bothfeld. Dort, wo sich bis vor Kurzem die Sprecherkabine mit integrierter Bierbude befunden hat, liegen jetzt nur noch verkohlte Holzstücke, und Kabel hängen von der Decke. Ein Feuer, vermutlich entstanden durch einen technischen Defekt, hat in der Nacht den Sitzplatzbereich des Fußballstadions an der Langenforther Straße teilweise zerstört.

Um kurz vor halb eins hatten Anwohner zwei laute Knallgeräusche in der Nähe des Geländes des OSV Hannover gehört und dann das Feuer entdeckt. Schnell fraßen sich die Flammen durch den oberen Teil der hölzernen Reihen. Als die Helfer der Feuerwehr in Bothfeld eintrafen, schlugen ihnen bereits 30 Meter hohe Flammen aus dem Tribünendach entgegen. Von zwei Drehleitern aus und mit Unterstützung von mehreren mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Löschtrupps auf der Tribüne ging die Feuerwehr gegen den verheerenden Brand vor. Nur so konnte verhindert werden, dass die gesamte, 100 Meter lange Tribüne in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es dauerte zwei Stunden, bis vollständig Entwarnung gegeben werden konnte. Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf rund 50 000 Euro.

Es ist nicht irgendein Bauwerk, das in dieser Nacht den Flammen zum Opfer fiel. Mitte der siebziger Jahre bekam der OSV die Tribüne aus Dortmund, die dort zum legendären „Rote Erde“-Stadion gehörte, in dem Borussia Dortmund, bis zur Eröffnung des Westfalenstadions im Jahr 1974, seine Heimspiele austrug. Zu Zweitligazeiten in den Jahren 1979 bis 1981 verfolgten bis zu 12 000 Zuschauer die Spiele des OSV. Im vergangenen September hatten die Vereinsmitglieder den Sitzplatzbereich neu gestrichen – pünktlich zum Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli war alles fertig. „Wir hoffen, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt, denn so eine Summe ist eine finanzielle Bedrohung für uns“, sagte Bianka Heublein, die Erste Vorsitzende des Vereins. Trotzdem diskutiert der Verein intern bereits einen Plan B. „Wenn wir das Geld tatsächlich selber aufbringen müssen, brauchen wir Hilfe: von der Stadt, von den Bothfeldern und von anderen Vereinen“, erklärte Heublein.

Eine so große Summe spüle ein Freundschaftsspiel allein nicht in die Kassen, nicht einmal eine Partie gegen den FC Bayern München, erläuterte die Vorsitzende weiter.

Der Spielbetrieb für den Spitzenreiter der Bezirksliga Hannover 2 kann aber in jedem Fall aufrechterhalten werden. „Es gibt genügend Stehplätze, und auch einige Sitzplätze im unteren Tribünenbereich stehen uns weiter zur Verfügung“, so Heublein. Dabei kommt der Spielplan den Oststädtern entgegen. Nach zwei Auswärtsbegegnungen hintereinander erwartet die Mannschaft erst am 18. April das Team vom SV Adler Hämelerwald zum nächsten Heimspiel.

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