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Ost Truppenübungsplatz: Zugangszeiten für Spaziergänger jetzt im Internet
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Truppenübungsplatz: Zugangszeiten für Spaziergänger jetzt im Internet
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12:33 24.03.2011
Der Truppenübungsplatz ist bei Hundehaltern beliebter als bei den Soldaten. Quelle: Uwe Dillenberg

Nein, Panzer würden auch in Zukunft nicht über den Standortübungsplatz in Isernhagen-Süd fahren. Und wenn geschossen werde, dann nur mit Übungsmunition aus Plastik. Nach mehreren Informationsveranstaltungen zur militärischen Nutzung des Geländes hat Oberstleutnant Knut Freter inzwischen Erfahrung darin, die Sorgen der Anwohner zu zerstreuen. Auch in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide stand Freter noch einmal Rede und Antwort.

Wichtige Neuigkeiten hatte der Pressestabsoffizier allerdings nicht zu berichten. Die Bundeswehr werde die Grünflächen auch weiterhin an bestimmten Tagen für Spaziergänger sperren. Wenn der Platz geöffnet sei, müssten Hunde an der Leine geführt werden. Während zahlreiche Anwohner gegen diese Regeln Sturm laufen, erhält die Bundeswehr jetzt Unterstützung vom zuständigen Forstamt. Die Anleinpflicht für Hunde müsse auch zum Schutz der Wildtiere eingehalten werden, heißt es dort.

Schon seit Monaten fordern Anwohner, Hundehalter und andere Erholungssuchende den uneingeschränkten Zugang zu der knapp 250 Hektar großen Grünfläche an der Grenze von Isernhagen-Süd und Langenhagen. Sie pochen auf das Gewohnheitsrecht, denn lange Jahre war die Bundeswehr nur selten dort präsent. Erst seit der Eröffnung der Feldjägerschule in Vahrenheide Ende 2009 wird das Gelände wieder stärker genutzt. „Es befinden sich 1500 Lehrgangsteilnehmer in Hannover. Und auf dem Übungsplatz findet ein wichtiger Teil der Ausbildung statt“, berichtet Freter. Der Sprecher des niedersächsischen Landeskommandos der Bundeswehr machte in der Bezirksratssitzung keinen Hehl daraus, wer auf dem Gelände das Sagen hat: „Es handelt sich um Bundesbesitz. Unbefugtes Betreten kann Bußgelder durch die Polizei oder die kontrollierenden Feldjäger nach sich ziehen.“

Als Entgegenkommen an die Bürger kann jetzt auf der Internetadresse www.langenhagen.de nachgelesen werden, an welchen Tagen der Zugang erlaubt ist. Bislang mussten sich Besucher an den roten Fahnen und Schranken am Eingang des Übungsplatzes orientieren. Zudem sind im Internet die Regeln nachzulesen, die der Standortälteste für das Gelände festgelegt hat. So ist neben dem freien Auslauf für Hunde auch das Verlassen der befestigten Wege verboten.

Diese Regeln verärgern einige Anwohner, die mitunter schon seit 30 Jahren dort spazieren gehen. Vor allem bei Hundebesitzern ist die weitläufige Grünfläche beliebt. In Internetforen verabreden sich Hundehalter aus der gesamten Region zu Treffen auf dem „Truppi“. wie der Übungsplatz dort genannt wird. Ein Anwohner berichtet, dort häufig Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Celle oder Braunschweig sowie Gruppen mit bis zu 15 Hunden anzutreffen. „Ich gehe oft dort spazieren und bin nicht begeistert, wenn ich ständig von freilaufenden Hunden angegangen werde“, meint der Isernhagener.

Unerwartete Schützenhilfe bekommen die Soldaten nun auch vom zuständigen Forstamt. „Das Gelände ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Dass dort extrem viele Hunde unterwegs sind, führt mitunter zu Problemen mit den Wildtieren“, berichtet Wolfgang Löwe, Leiter des Bundesforstwirtschaftsbetriebs Niedersachsen. Es sei sogar schon Wild gefunden worden, das von Hunden totgebissen wurde. Die meisten Hundebesitzer verhielten sich zwar korrekt, betont Löwe. Doch da es Ausnahmefälle gebe, solle die grundsätzliche Anleinpflicht auch zum Schutz der Wildtiere eingehalten werden. Das könne letztlich zum friedlichen Miteinander aller Beteiligten beitragen.

Michael Soboll

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