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Viele Vorschläge für die Scheidestraße

Kleefeld Viele Vorschläge für die Scheidestraße

Die Sanierung der Einkaufsstraße in Kleefeld sorgt für Kontroversen - der Bezirksrat will die Scheidestraße an einem anderen Ende sanieren als die Stadt.

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Der Bezirksrat will den hinfälligen östlichen Abschnitt der Scheidestraße sanieren.

Quelle: Sonja Weiße

Kleefeld. In einer Sache sind sich alle Fraktionen im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld einig: Der westliche Abschnitt der Scheidestraße zwischen Kirchröder Straße und Kleestraße ist baulich in Ordnung, der östliche Abschnitt zwischen Kirchröder Straße und Berckhusenstraße dagegen muss dringend saniert werden. Dieser Straßenabschnitt sei „erbärmlich“, urteilt die SPD. Die CDU nannte ihn „bedauernswert“. Hier enden aber auch schon die Gemeinsamkeiten. Während SPD und Grüne die Kleefelder Einkaufsstraße für den Verkehr beruhigen wollen, bezeichnet die CDU diese Idee als „Bärendienst an den Bürgern“. Dagegen plant die Stadtverwaltung, den intakten Westteil der Scheidestraße zu sanieren, weil es dafür Geld vom Land gibt.

Die Stadt hatte ihr Sanierungsvorhaben am 9. Mai in einer Einwohnerversammlung vorgestellt, zu der der Bürgerverein Kleefeld eingeladen hatte. Dort erläuterte Bernd Ebeling vom städtischen Fachbereich Tiefbau, wie die Stadt den westlichen Straßenabschnitt ab 2013 aufwerten will: Demnach soll unter anderem die Stadtbahn einen eigenen Gleiskörper erhalten und die Zufahrt zur Kleestraße soll umgestaltet werden.

Auch in der Einwohnerfragestunde des Bezirksrates machte ein Anwohner die Scheidestraße zum Thema. „Das ist die schlechteste Lösung, die ich seit 30 Jahren im Stadtteil kenne“, schimpfte Manfred Drewicke. Er forderte eine neue Versammlung und ein Konzept der Stadt für den Ostteil der Straße.

Auch der Bezirksrat verlangt Nachbesserungen. Ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen scheiterte jedoch an unterschiedlichen Auffassungen. So forderte die CDU, die finanziellen Mittel des Landes für den östlichen Straßenteil zu verwenden. Außerdem soll die Stadt sich um die verwahrlosten Häuser Nummer 16 und 18 in der Scheidestraße kümmern. „Das ist der kleinste gemeinsame Nenner“, sagte CDU-Bezirksratsherr Maximilian Oppelt.

Stadtplanerin Constanze Baron widersprach allerdings dem Vorwurf, die Stadtverwaltung schöpfe in diesem Fall nicht alle Mittel aus: „Die Stadt kann nicht mehr tun.“ Die Verwaltung habe intensive Gespräche geführt und sich sogar um den Ankauf der beiden Häuser bemüht. Die Verhandlungen seien aber gescheitert. Nach Kenntnis des Stadt-Anzeigers erneuert der Eigentümer des Hauses Nummer 16 seit Anfang dieser Woche den Dachstuhl.

Der Antrag von SPD und Grünen geht über die Forderung der CDU hinaus. Demnach soll der Durchgangsverkehr aus dem Bereich Scheide-, Breithaupt- und Berckhusenstraße sowie Dohmeyers Weg und Stadtparkweg auf die Kirchröder Straße umgeleitet werden. Damit werde die Attraktivität der Wohnlagen im nördlichen Kleefeld erhöht, begründete die SPD-Fraktionsvorsitzende Emsal Tasyürek den gemeinsamen Antrag.

Darauf will sich die CDU jedoch nicht einlassen. „Wenn Sie eine Straße in Kleefeld dicht machen, führt das zum Verkehrschaos“, sagte Oppelt. Der Antrag enthalte nicht das, was sich die Kleefelder im Mai in der Bürgerversammlung gewünscht hätten.

Beschlossen wurde allerdings keiner der beiden Anträge: Mit ihrer Stimmenmehrheit lehnten SPD und Grüne die Forderung der CDU ab. Für den rot-grünen Antrag meldete FDP-Bezirksratsherr Sebastian Wolters Beratungsbedarf an. Die Abstimmung wurde deshalb auf die nächste Sitzung des Bezirksrats verschoben.

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