Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Weiterhin Verkehrsprobleme in Bothfeld

Neues Konzept lässt auf sich warten Weiterhin Verkehrsprobleme in Bothfeld

Jens-Michael Emmelmann benutzt deutliche Worte, wenn er über die Stadtverwaltung spricht. Es sei ein „ignorantes Vorgehen“ der Führungsebene bei der Stadt, dass man den Wunsch des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide und der Bürger nicht ernst nehme.

Voriger Artikel
Glasfasernetz ist noch ausbaufähig
Nächster Artikel
Jürgen Tiemann, Beigeordneter beim Niedersächsichen Städtetag

Der Gehaplatz ist mit drei Stadtbahnlinien, einer Buslinie und dem Verkehr auf der Podbi eine stark belastete Kreuzung.

Quelle: Ditfurth

Bothfeld. „Das lassen wir uns nicht länger gefallen“, sagt der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Bothfeld. Im Streit mit der Stadt geht es um einen abgesagten Termin – aber vor allem um den Verkehr in Bothfeld.

Weil auf den Autobahnen A 2 und A 7 – vor allem am Kreuz Hannover-Ost – gebaut wird, kommt es in der Stadt zu Staus. Viele Autofahrer weichen auf städtische Straßen aus, und vor allem Bothfeld ächzt unter dem zusätzlichen Verkehr. Um die Staus zu umgehen, nutzen Tausende vor allem die Achse Langenforther Straße – Eulenkamp, die von einigen Navigationssystemen empfohlen wird. Sind diese Straßen ebenfalls zu voll, weichen Autofahrer auch die Sutelstraße und die Straße Im Heidkampe aus, die somit ebenfalls häufig überlastet sind.

Um diese und andere Verkehrsprobleme in Bothfeld ging es bereits im vergangenen November in einem Verkehrsforum, zu dem der CDU-Ortsverband und die Gemeinschaft Bothfelder Kaufleute (GBK) eingeladen hatten. 120 Interessierte diskutierten mit Experten von Stadt, Region, Land und Üstra über Probleme im Bezirk und mögliche Lösungen. Ein Thema war auch die Kreuzung am Gehaplatz, einer der meist belasteten Knotenpunkte der Stadt mit drei Stadtbahnlinien, einer Buslinie und dem Verkehr auf der Podbielskistraße. Vor allem über die Ampelschaltung und die Vorfahrtsregel für den Nahverkehr wurde heiß diskutiert. Daneben war auch die Haltestelle der Buslinie 125 Gesprächsthema sowie die Lärmbelästigung in der Langenforther Straße und dem Klein-Buchholzer Kirchweg.

Die im Verkehrsforum entstandenen Lösungsvorschläge wurden vom Bezirksrat im November an die Stadt zur Prüfung weitergegeben. Bis zum 18. Mai sollte die Stadt die Ergebnisse einer Verkehrszählung und ein Konzept mit einer möglichen Umsetzung der Anregungen aus dem Verkehrsforum bei einer Bezirksratssitzung vorstellen. Auf Bitten der Stadt wurde das Anliegen noch einmal auf die Sitzung am 8. Juni verschoben, „dann aber einfach ohne Erläuterung von der Tagesordnung der Sitzung genommen“, wie Emmelmann sagt.

„Der Termin war zu optimistisch“, heißt es vonseiten der Stadt. „Die Verwaltung arbeitet noch an dem Auftrag“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Noch sei die Verkehrszählung nicht ausgewertet, und es mache keinen Sinn, halbfertige Ergebnisse zu präsentieren.

„Das ist doch nur eine Ausrede“, empört sich CDU-Politiker Emmelmann. Eine Verkehrszählung dauere maximal drei Tage. Und ein halbes Jahr sei fürstlich viel Zeit. „Ein privater Investor macht so etwas in ein paar Wochen.“ Emmelmanns Vermutung: „Die Stadt hat keine Lust, das Thema vor der Kommunalwahl am 11. September zu bearbeiten und zögert es daher bewusst hinaus.“ Daher hat Emmelmann als Ratsherr Akteneinsicht beantragt, um zu begutachten, „ob die Stadt das Thema mit dem nötigen Ernst angegangen ist.“ Sonst könnte man die Kommunalaufsicht verständigen.

„Schneller ging es nicht“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser, der dem Vorwurf einer Hinauszögerung des Themas widerspricht. „Das wird nicht in die Länge gezogen, es hat vor der Sommerpause einfach nicht mehr geklappt.“ Nach der Sommerpause werden die Ergebnisse der Verkehrszählung und ein mögliches Konzept im Bezirksrat aber vorgestellt – voraussichtlich Ende August.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ost
Region Hannover