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Geld für vier interkulturelle Projekte im Osten

Integrationsfonds Geld für vier interkulturelle Projekte im Osten

Mit der Handykamera die neue Heimat erkunden, gemeinsam im Chor der Nationen singen oder zusammen einen Garten pflegen: Die Region Hannover fördert auch in diesem Jahr wieder mit einem Integrationsfonds die interkulturelle Arbeit von Vereinen und Organisationen.

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Singen ist international: Der Chor der Nationen probt im ehemaligen Oststadtkrankenhaus.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Eine sechsköpfige Jury hat unter 58 Projektanträgen die besten Ideen herausgesucht. Damit sind dieses Mal vergleichsweise wenig Anträge eingegangen. „Viele Initiativen engagieren sich zurzeit sehr in der Flüchtlingsarbeit, sodass sie wenig Zeit hatten, einen Antrag auszuarbeiten“, erklärt Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover. Allerdings hat sie auch einen anderen Trend beobachtet: „Die Anträge sind professioneller geworden.“

Mit den insgesamt 155 000 Euro aus dem Fonds sollen 30 Vereine und Organisationen bezuschusst werden, darunter 13 Initiativen aus Hannover. „Der Jury war wichtig, dass die Projekte niederschwellig und nachhaltig sind, einen Vorbildcharakter haben und dass Migrantinnen und Migranten aktiv mitarbeiten“, sagt Jurymitglied Ute von Wrangell.

Die Empfänger

Der Chor der Nationen Hannover, in dem sich in der Landeshauptstadt lebende Flüchtlinge zusammengeschlossen haben, darf sich über 2320 Euro für ein Projekt mit der Staatsoper freuen. Die Initiative Queer Refugees Hannover ist der Region eine Zuwendung in Höhe von 5400 Euro wert. Hier werden lesbische, schwule, bisexuelle und intersexuelle Geflüchtete unterstützt. Ebenfalls stadtweit aktiv sind die Leselernhelfer vom Verein Mentor, die 5335 Euro für Aus- und Fortbildungsseminare erhalten. Weitere 5400 Euro gehen an den Verein Cameroonians of Hannover, der mit dem Geld eine Ersthelferausbildung für Migranten finanzieren möchte.

Die Privatinitiative Märchenkoffer aus Vahrenwald kann 810 Euro für die „Photo Laundry“, ein Fotoprojekt am Leibniz-Tempel, einplanen. Weitere 1230 Euro erhalten die Privatleute für eine Stadtrallye namens „Großes Hannover-Stadtspiel 2017“, die Lust auf die hannoversche Stadtgeschichte machen soll.

Die einrichtungsübergreifende Kreativwerkstatt, ein Kunstprojekt des Jugendtreffs GoHin aus der List für junge Migrantinnen, kann mit einem Zuschuss in Höhe von 3000 Euro rechnen. Für das Begegnungsprojekt „Austauschen und Ausfliegen“ des MiSO-Netzwerks Hannover am Lister Mengendamm stellt die Region 9000 Euro bereit. 3600 Euro gehen an den Türkischen Elternverein für die Flüchtlingskinder-Kunstausstellung „Unser Weltgarten“ im Atelier an der Lortzingstraße 1.

"… und plötzlich fang‘ ich an zu singen!"

Mit 4600 Euro fördert die Region das Projekt „… und plötzlich fang‘ ich an zu singen!“ im Haus der Religionen in der Südstadt, bei dem Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sich über die Kraftquellen ihres Alltags austauschen.

Mit dem Projekt „Refugee-TV“ bietet die Projektwerkstatt Umwelt und Entwicklung aus der Südstadt eine Weiterbildung für Flüchtlinge im Bereich Medien und Journalismus. Die Teilnehmer erstellen Sendebeiträge, die beim Bürgerfernsehen h1 ausgestrahlt werden sollen. Das Projekt wird mit 9000 Euro gefördert.

Der Lindener Verein Faust will Erzählcafés mit „Geschichten von Zugezogenen, Weggezogenen und Dagebliebenen“ veranstalten, wofür die Region 3000 Euro bereitstellt. Der Verein Kargah hat ein Konzept erarbeitet, um den Spracherwerb von geflüchteten Frauen und ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Dafür gibt es einen Zuschuss in Höhe von 10 057,80 Euro.

Von Christian Link

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Ein Spaziergang durch die Oststadt

Zwischen Mitte und List führt die Oststadt in Hannover ein wenig ein Schattendasein. Dabei gibt es in dem Viertel viel zu entdecken: Ein Streifzug zu den schönsten Plätzen des Stadtteils.

Oststadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Mitte, Calenberger Neustadt, Oststadt, Zoo
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.040 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Mitte (9.418 Einwohner), Calenberger Neustadt 6.556 (Einwohner), Oststadt (13.695 Einwohner), Zoo (4.371 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Geschichte: Der westliche Teil der Oststadt in Hannover ist durch den Wohnungsbau in den 1950er Jahren geprägt, nachdem der Teil im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde. In ihrem Entstehungszeitraum im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert war die Oststadt ein geschlossenes Siedlungsgebiet.