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Oststadt Kulturcamp begeistert Menschen ab 55 Jahren
Hannover Aus den Stadtteilen Oststadt Kulturcamp begeistert Menschen ab 55 Jahren
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08:00 12.08.2017
Stefan Stettner und Ulrike Fey-Dorn freuen sich über die blaue Wand, die im Malkurs entstanden ist. Quelle: Tomma Petersen
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Hannover

„Ich vermisse die Liebe“, steht auf dem Blatt Papier, das an der Holzwand im Raum für Unausgesprochenes hängt. Er gehört zum Kulturcamp am Raschplatz-Pavillon, in dem sich Menschen ab 55 Jahren zwei Wochen lang in Workshops mit Themen rund um das Alter beschäftigt haben. Auch unausgesprochene Wünsche gehören dazu. „Wir haben uns am Lagerfeuer die geheimen Geschichten aus dem Raum vorgelesen“, verrät Dörte Redmann, eine der Organisatorinnen der ersten Blauen Zone in Hannover, zu der auch ältere Menschen aus den westlichen Stadtteilen gekommen sind.

Orientiert haben sich die Organisatoren für ihr Projekt an den internationalen Blauen Zonen, wie Susanne Müller-Jantsch vom Pavillon erläutert. Weltweit gebe es fünf wissenschaftlich errechnete Zonen, in denen Menschen nicht nur sehr alt würden, sondern dabei auch glücklich und gesund seien. Die erste Blaue Zone Hannovers mit vielen Workshops zu Themen wie Sexualität und Wohnen, mit Tanzen, Kochen, Malen und Fotografieren werten die Veranstalter durchweg als Erfolg.

Neue Freundschaften

„Wir sind einfach bezaubert, und den Teilnehmern geht es ebenso“, sagt Redmann, während sie gemeinsam mit den vielen Teilnehmern unter freiem Himmel die vergangenen Tage Revue passieren lässt. Jeder Stuhl vor der Bühne auf dem Andreas-Hermes-Platz ist besetzt. „Man sieht, dass fleißig Nummern ausgetauscht werden, teilweise haben sich echte Freundschaften und Cliquen entwickelt“, berichtet Pia Tigges aus dem Projektteam.

Ziel des Kulturcamps sei es gewesen, einen Raum für Begegnung und Kommunikation zu schaffen. „Danach geht es für viele Teilnehmer aber weiter. Die Menschen hier sind schließlich alle Experten – pensionierte Handwerker, Künstler oder Beamte“, erklärt Müller-Jantsch.

Wohnen im Alter und Sexualität

Mit das größte Interesse habe das Thema Sexualität hervorgerufen, aber auch der Bereich Wohnen im Alter sei sehr gefragt gewesen, sagt die Organisatorin. „Da geht es auch um ganz banale Dinge wie Kredite“, ergänzt Redmann. Während des Workshops habe sich sogar eine Gruppe zusammengefunden, die jetzt eine Altenwohngemeinschaft plane. Im Kulturcamp hatten die Teilnehmer zuvor ein Manifest und eine Wunschvorstellung vom altersgerechten Wohnen erarbeitet. „Noch kann man sich überlegen, wie man wohnen möchte und was man zu bieten hat“, sagt Redmann.

Begeistert von Hannovers Blauer Zone ist auch Ulrike Fey-Dorn. Die 66-Jährige hat gemeinsam mit anderen Teilnehmern und Künstler Stefan Stettner eine ganze Wand voller blauer Zeichnungen geschaffen. „Die Workshops sind total schön gewesen. Man konnte kreativ werden und sich informieren“, sagt sie. Auch mit dem Thema Sterben hätten sie sich auseinandergesetzt. „Ich weiß zum Beispiel jetzt, wo und wie ich meine eigene Urne bemalen kann“, erzählt Fey-Dorn gut gelaunt. Die Blaue Zone habe allen dabei geholfen, das eigene Alter frei zu gestalten. „So ist ein Netzwerk entstanden, das dazu beiträgt, die eigene Lebensqualität zu erhöhen – und genau das war das Ziel“, sagt Susanne Müller-Jantsch zufrieden.

Von Tomma Petersen

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