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Oststadt Bistro Tomate muss Windschutz abbauen
Hannover Aus den Stadtteilen Oststadt Bistro Tomate muss Windschutz abbauen
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02:15 06.11.2016
2500 Euro in den Sand gesetzt: Der Fachbereich Marktwesen verbietet Namik Dursun den Aufbau seines Vorzelts (kleines Bild). Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover-Oststadt

Namik Dursun vom Bistro Tomate auf der Lister Meile ist verärgert: Er hat vor seinem Lokal eine Art Vorzelt aufgebaut, das der Fachbereich Marktwesen der Stadt Hannover nun verbietet.

Im letzten Winter konnten Dursuns Gäste auch draußen Köstlichkeiten aus der Küche genießen. „Ich habe zwei Heizstrahler und fünf Tische in das Vorzelt gestellt, um auch im Winter eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen“, sagt der Betreiber des Bistros. Zehn Gäste fanden unter dem Vorhang Platz, den der Betreiber schließen konnte, wenn es zu kalt wurde. Im vergangenen Jahr habe er eine mündliche Erlaubnis vom Ordnungsamt bekommen und daraufhin extra den Vorbau anfertigen lassen. Insgesamt 2500 Euro hat die Konstruktion gekostet. „Die Gäste haben sich immer gefreut, wenn sie es sich dort gemütlich machen konnten.“ Damit soll jetzt Schluss sein. Dursun wurde bereits im Januar aufgefordert, den Windschutz zu entfernen, da er auf öffentlichem Raum aufgebaut wurde. Zur Nutzung der Fläche bedarf es einer Sondergenehmigung, die Dursun nicht vorweisen konnte. Auch ein klärendes Gespräch zwischen den beiden Streitparteien führte zu keiner Lösung. Der Bistrobetreiber baute den Vorhang daraufhin ab, da ihm sonst eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit drohte.

Dennis Dix, Sprecher der Stadt Hannover, erklärt auf Anfrage, dass der Aufbau eines solchen Vorzelts nie erlaubt gewesen sei. Er beruft sich dabei auf die Sondernutzungssatzung. Genehmigt sei nur das Aufstellen von Stühlen und Tischen auf der Fläche. Er bietet Dursun aber an, sich an den Fachbereich Marktwesen zu wenden. „Dann kann sicherlich eine Lösung gefunden werden, die allerdings anders aussehen müsste als bisher.“

Es ist nicht das erste Mal, dass es auf der Lister Meile Ärger wegen der Nutzung der Außenflächen gibt. Vor einiger Zeit musste beispielsweise auch der Gemüseladen Grüne Meile die Verkaufsfläche vor dem Laden deutlich verkleinern. Sieben Quadratmeter stehen nun zum Obst- und Gemüseverkauf zur Verfügung. Vorher bot der Laden jahrelang auf der doppelten Fläche seine Ware zum Verkauf an.

Von Anna Beckmann

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