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Oststadt Luxussanierung der Yorckstraße für Radler?
Hannover Aus den Stadtteilen Oststadt Luxussanierung der Yorckstraße für Radler?
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00:15 23.04.2016
Von Andreas Schinkel
Quelle: Symbolbild
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Hannover

CDU und FDP sprachen von „Luxussanierung“ für Radler auf Kosten der Anwohner. Das verursachte Kopfschütteln bei den Grünen, die die Yorckstraße als wichtige Fahrradroute sehen. Anwohner meldeten sich zu Wort und brachen eine Lanze für das alte Kopfsteinpflaster. Sie fürchten vor allem die Kosten, die eine Fahrbahnerneuerung für sie bedeutet. Über die Straßenausbaubeitragssatzung werden auch private Immobilieneigentümer zur Kasse gebeten. Am Ende vertagte der Bezirksrat die Entscheidung.

Tatsächlich wird die Yorckstraße nicht erneuert, weil das alte Kopfsteinpflaster schadhaft ist, sondern damit sie für Radfahrer besser befahrbar ist. Immer wieder weichen Radler auf Fußwege aus, um auf der Fahrbahn nicht durchgerüttelt zu werden. Die Stadt will jetzt einen drei Meter breiten Streifen auf der Fahrbahn mit glatten Natursteinen pflastern. Ein Teil der Kosten von etwa 250 000 Euro wird auf die Anwohner umgelegt. „Man sollte die Straße so lassen, wie sie ist“, sagt ein Anwohner in der Sitzung. Schließlich fahre er oft genug mit dem Rad auf der Straße.

„Wenn wir alles beim Alten lassen, beschweren sich wieder etliche Anwohner, dass Radler auf die Gehwege ausweichen“, sagt Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl. Ihn überrasche der Widerstand der Bewohner. Die CDU schlägt vor, Kontrollen zu erhöhen und die Gehwege mit Absperrgittern zu versehen. Die FDP wundert sich, dass die Stadt die Yorckstraße als Innerortsstraße einordnet. Das bedeutet, dass Grundstückseigentümer zu 40 Prozent an den Kosten beteiligt werden. Würde die Straße als Anliegerstraße gelten, stiege der Anteil auf 75 Prozent. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke staunt: „Die Yorckstraße ist doch keine Durchgangsstraße.“

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