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So saniert die Stadt die Schulen im Osten

Neue "Sophie" geht an den Start So saniert die Stadt die Schulen im Osten

Von Misburg bis Zoo: Die Stadt investiert und saniert in den Schulen im Osten. Ginge es nach den Eltern, so kann die Stadt kaum genug Geld in die Schule ihres Kindes pumpen.

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IGS Roderbruch: Die Stadt investiert 300 000 Euro in Brandschutz und neue Toiletten.

Quelle: Schwarzenberger

Hannover. Rund 47 Millionen Euro investiert der städtische Fachbereich Gebäudemanagement derzeit in die Sanierung und den Ausbau von Schulen und einigen Kindergärten; hinzu kommen hohe Millionenbeiträge für öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP). Groß-Buchholz wartet noch auf eine zweite, dringend benötigte Grundschule - die Stadt grübelt über den Standort. Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld wird im August über einen CDU-Antrag diskutieren, der den Neubau auf dem Gelände des früheren Oststadtkrankenhauses vorschlägt.

Sophienschule und Kaiser-Wilhelm-und Ratsgymnasium

Das KWRG im Zooviertel bekommt derzeit einen Anbau für knapp 5,1 Millionen Euro. Der ersetzt einen abgerissenen Trakt. Es ist ein weiterer Ausbauschritt nach der Sanierung des Verwaltungstrakts vor zwei Jahren. Auch die WC-Anlagen im Altbau werden saniert. Der Sanierungsplan sieht später einen weiteren Anbau für die Mensa und den Ganztagsbereich vor. Für diesen dritten Bauabschnitt sowie den parallel geplanten Neubau der Sophienschule an der Lüerstraße hat die Stadt ein ÖPP-Verfahren aufgelegt. Erst vor Kurzem stimmten der Bezirksrat Mitte sowie die Ratsgremien dem Vorhaben zu. „Nun wird noch ein privater Investor gesucht“, sagte Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Vom Investor wird die Stadt das Schulgebäude über mehrere Jahrzehnte hinweg zurückmieten. Weil das die Kommune oft teurer kommt als der klassische Weg, meldete der Bezirksrat Kritik an - stimmte dem Vorhaben aber doch zu. Die Stadt kann aus eigener Tasche einen Schulneubau nicht finanzieren. Frühestens 2020, möglicherweise auch später, werden die neue „Sophie“ und der KWRG-Anbau fertig.

Der Altbau der Sophienschule war für das Gymnasium zu klein geworden; seine Bausubstanz ist veraltet. Der attraktive Bau soll aber erhalten bleiben. Doch ob er verkauft oder von der Stadt selbst saniert wird, steht noch nicht fest. „Es gibt viele Interessenten, darunter der Mädchenchor Hannover“, sagte Klie.

Grundschule Lüneburger Damm

Der Mensabau ist weit gediehen. 4,3 Millionen Euro pumpt die Stadt seit fast zwei Jahren in den Standort im Heideviertel. Ende dieses Jahres ist alles fertig. Die Mensa bietet auch Platz für den Ganztagsbereich. Barrierefrei hergerichtet sowie mit sanierten Toilettenanlagen und einem neuen Fahrstuhl für den Altbau ausgestattet - so will die Stadt die Grundschule fit für die nächsten Jahrzehnte machen.

Grundschule Alemannstraße

Auch sie wird zur Ganztagsschule; die Stadt steckt mitten im ersten Bauabschnitt für Sanierung und Ausbau der Vahrenwalder Schule. Zunächst wurden die Toilettensanierung und der Einbau neuer Brandschutzelemente erledigt. Seit dem Frühjahr folgt der Neubau der Mensa, auch hier inklusive Ganztagsbereich. Bis März 2017 soll alles fertig sein. Das Vorhaben kostet rund 4,8 Millionen Euro.

Grundschule Glücksburger Weg

2,9 Millionen Euro fließen in den Ausbau als Ganztagsschule. Gut zehn Jahre nach der Errichtung eines ersten Anbaus wird nun ein weiterer Trakt für die zweite Vahrenwalder Grundschule gebaut. Mit Platz für Mensa- und Ganztagsbetrieb.

Brüder-Grimm-Grundschule

Ab August nimmt die Lister Schule den Ganztagsbetrieb auf. Bereits im August will die Stadt einen 1,55 Millionen Euro teuren Umbau abschließen. In den vergangenen Monaten entstanden eine neue Küche, neue Räume für Ganztagsangebote, ein neuer Speisesaal, Toiletten und ein Lift.

IGS Roderbruch

In den Ferien startete die Stadt eine 300 000 Euro teure Modernisierung der Sanitäranlagen. Bis Jahresende dauert das. Wesentlich mehr Geld - rund 1,55 Millionen Euro - investiert die Stadt jedoch in die Sanierung der Brandschutzanlagen.

IGS Bothfeld

Sie hat seit 2013 eine provisorische Mensa. Für 85 000 Euro wird der Speiseaal um fast 100 Sitzplätze vergrößert. Die Schule will künftig auch Abiturienten betreuen. „Die Stadt muss noch prüfen, ob dort eine Oberstufe sinnvoll ist“, sagte der SPD-Ratsherr Klie. Der Rat werde nach der Sommerpause einen Prüfantrag stellen.

Grundschule Mühlenweg

140 000 Euro flossen in die Sanierung der Sporthalle in Misburg. Die wird im August abgeschlossen. Noch bis April 2017 dauert die 1,04 Millionen Euro teure Brandschutzsanierung an.

Kurt-Schwitters-Gymnasium

Auf dem Gelände des Misburger Schulzentrums soll in den nächsten Jahren für 5,8 Millionen Euro eine neue Mensa für alle vier Schulen entstehen. Derzeit bereitet die Stadt das Baufeld vor und verlegt neue Leitungen. Zudem erledigt die Stadt auch eine anstehende Brandschutzsanierung. Gut 560 000 Euro fließen bis August in das Gymnasium.

Von Marcel Schwarzenberger

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Ein Spaziergang durch die Oststadt

Zwischen Mitte und List führt die Oststadt in Hannover ein wenig ein Schattendasein. Dabei gibt es in dem Viertel viel zu entdecken: Ein Streifzug zu den schönsten Plätzen des Stadtteils.

Oststadt in Zahlen
  • Stadtbezirk : Mitte, 1. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Mitte, Calenberger Neustadt, Oststadt, Zoo
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 34.040 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Mitte (9.418 Einwohner), Calenberger Neustadt 6.556 (Einwohner), Oststadt (13.695 Einwohner), Zoo (4.371 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 3.167 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30159, 30161, 30167, 30169, 30175
  • Geschichte: Der westliche Teil der Oststadt in Hannover ist durch den Wohnungsbau in den 1950er Jahren geprägt, nachdem der Teil im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde. In ihrem Entstehungszeitraum im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert war die Oststadt ein geschlossenes Siedlungsgebiet.