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Ricklingen Bezirksrat fordert eine Grabstätte für Muslime
Hannover Aus den Stadtteilen Ricklingen Bezirksrat fordert eine Grabstätte für Muslime
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12:51 05.02.2016
Die Stadt soll auf dem Ricklinger Stadtfriedhof eine Grabstätte für Muslime einrichten. Quelle: Decker
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Hannover

Seit über einem Jahr ist das Hauptportal immer freitags geschlossen, also an dem Wochentag, an dem die meisten Bestattungen stattfinden. „Das wird auch so bleiben“, sagte Stadtbezirksmanager Joachim Sievers in der jüngsten Bezirksratssatzung auf Anfrage der Sozialdemokraten.

Die Trauergäste sollen zu Fuß und nicht mit dem Auto vom Tor zur Kapelle gelangen. „Aber wie nehmen gehbehinderte Menschen an den Trauerfeiern teil?“, hakte SPD-Fraktionschefin Sophie Bergmann nach. Wer keinen eigenen Rollstuhl oder Rollator mitbringe, könne Geräte am Friedhof ausleihen, sagte Sievers. „Gehbehinderte Besucher können weiterhin über den Werkhof bis zur Kapelle vorfahren“, betonte er. Informationstafeln sollen demnächst am Eingang auf diese Möglichkeiten hinweisen. In der Vergangenheit waren an Freitagen mit Bestattungen zu viele Besucher-Pkw auf den nicht öffentlich freigegebenen Parkplätzen an der Kapelle abgestellt worden.

Grabstätte für Muslime

Die Stadt soll auf dem Ricklinger Stadtfriedhof eine Grabstätte für Muslime einrichten. Dieser Antrag, der auf Initiative des Ricklinger Integrationsbeirats zustande kam, verabschiedete der Bezirksrat einstimmig. Der Bedarf für Bestattungsmöglichkeiten nach islamischem Ritus ist da, befand der Bezirksrat. Ricklingen böte nach dem Stadtfriedhof Stöcken ein zweites muslimisches Gräberfeld in Hannover. Auf dem Stadtfriedhof Lahe gibt es ein Gräberfeld für Yeziden, eine buddhistische Urnengrababteilung befeindet sich auf dem Stadtfriedhof Seelhorst.

von Marcel Schwarzenberger

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