Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Kaiserwetter beim Jubiläumslauf

25. Ricklinger Volkslauf Kaiserwetter beim Jubiläumslauf

Mehr als 600 Menschen nahmen am veragangenen Wochenende an der 25. Ausgabe des Ricklinger Volkslaufs teil. Im nächsten Jahr gibt es die nächste Auflage.

Voriger Artikel
Stromspartipps für Oberricklingen
Nächster Artikel
Keine Lösung für Problem-Ampel an der B 3

Mehr als 600 Menschen nahmen am veragangenen Wochenende an der 25. Ausgabe des Ricklinger Volkslaufs teil.

Quelle: Schwarzenberger

Hannover. Vor 26 Jahren wurde Haftom Weldaj in Eritrea geboren, als junger Mann verließ er seine ostafrikanische Heimat - und floh vor einem gnadenlosen Militärdienst nach Deutschland. In Pattensen entpuppte er sich als begnadeter Leichtathlet und startet seit vorigem Jahr für den TSV Pattensen bei hannoverschen Langstreckenläufen. Am vergangenen Sonntag gewann er einen Klassiker: die Zehn-Kilometer-Strecke beim Ricklinger Volkslauf. Weldaj brauchte nur 32 Minuten; die letzte Läuferin traf nach einer Stunde und knapp 16 Minuten im Ziel ein.

Ergebnisse

10-Kilometer-Hauptlauf: 1. Haftom Weldaj (Pattensen), 2. Kilian Grünhagen (Unterlüß/Faßberg/Oldendorf), 3. Philip Champignon (Osnabrück)

5-Kilometer-Jedermannlauf: 1. Yannick Reihs (Dets Race Team), 2. Christian Schlamelcher (Dets Race Team), 3. Robert Meier (TuS Bothfeld)

Das Rennen ist fast so alt wie der Sieger aus Eritrea. Seit einem Vierteljahrhundert organisieren Breitensportler wie Lothar Mayer und Rainer Schoppe vom Turn- und Sportverein (TuS) Ricklingen den Volkslauf. Mayer ist von Anfang an dabei; 22 Jahre lang leitete er die Organisation. Und packt auch mit über 70 Jahren noch immer an. Am Sonntag war im Grunde ganz Niedersachsen vertreten. Das ist der Pool, aus dem der Ricklinger Volkslauf seit jeher seine Teilnehmer schöpft. Sie kommen aus Hameln, aus Osnabrück und natürlich aus der Region Hannover. Flüchtlinge sind darunter, Angestellte, Selbstständige, Rentner oder Menschen, die aus Spanien nach Niedersachsen zogen. Teenager treten beim Hauptlauf über zehn Kilometer gegen 1936 geborene Senioren an.

Mitmachen ist alles

Mitmachen ist für so manchen einfach alles. Die Lust am gemeinsamen Lauf treibt die einen an. Die anderen locke aber auch eine der schönsten Strecken Hannovers, wie Mayer findet. „Viele loben unsere Route, den herbstlichen Ricklinger Wald und die Ricklinger Kiesteiche.“ Teilnehmer und Zuschauer genießen das. Bei Regen, im Schlamm und im Nebel, wenn kaum das Wasser zu sehen ist, an dem die Läufer vorbeiziehen. Oder bei sonnigem Kaiserwetter, wie jetzt am Sonntag.

Rund 600 Sportler hatten sich zum 25. Volkslauf des TuS angemeldet. Diese Zahl sei seit Langem sehr stabil, sagt Mayer. Der Ricklinger Volkslauf ist im hannoverschen Laufkalender einer der wichtigsten Termine für Breitensportler - neben dem Döhrener Abendlauf und dem Lönsparklauf des Turn-Klubbs Hannover. Inzwischen ist Laufen auch zur Mode geworden, viele Veranstalter zogen mit eigenen Rennen nach. In der Stadt gebe es ein gutes Dutzend davon, sagt Mayer. Das mache es bei der Terminfindung manchmal etwas schwierig. Aber der Oktober gehört seit jeher den Ricklingern. Das wird auch im nächsten Jahr wieder so sein.

Von Marcel Schwarzenberger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ricklingen
So schön ist Hannover-Ricklingen
Ricklingen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 9. Stadtbezirk von Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363), Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte: Im alten bäuerlichen Dorfkern liegt die Edelhofkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit Glasmalereien von Charles Crodel (1960). Im Dreißigjährigen Krieg lagerte Tilly im Wrampenhof an der Düsternstraße. Das Dorf Ricklingen wurde 1913 in die damalige Stadt Linden und mit dieser 1920 in die Stadt Hannover eingemeindet.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.