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Ricklingen kommt unter die Lupe

Ricklingen Ricklingen kommt unter die Lupe

In wenigen Monaten sollen die Ricklinger erfahren, wie es um ihren Stadtbezirk steht und welche Potenziale er zu bieten hat. Das städtische Programm „Mein Quartier 2030“ arbeitet sich seit 2015 durch alle 13 Bezirke. Ricklingen ist früh an der Reihe, vor Kurzem war Auftakt im Stadtteilzentrum.

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Anwohner Winfried Dahn freut sich auf künftige neue Möglichkeiten für den Butjerbrunnenplatz.

Quelle: Marcel Schwarzenberger

Ricklingen. Vor allem Politiker sowie Vertreter von Vereinen und Stadtteileinrichtungen redeten über Gegenwart und Zukunft. Und es zeichnen sich erste Ideen ab, was sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ändern könnte. Image, Soziales, Wirtschaft, Verkehr, Einkaufen - alles soll in ein Konzept fließen, das die Hamburger Planungsbüros Tollerort und Elbberg vorlegen. Ein Budget zur Umsetzung konkreter Vorschläge gibt es bei der Stadt jedoch nicht. „Wir bieten Empfehlungen“, betonte Moderatorin Mone Böcker.

Das Konzept wird aufgreifen, was es jetzt schon an großen Änderungen gibt: die Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen, den Neubau der Integrierten Gesamtschule Mühlenberg, des benachbarten Stadtteilzentrums sowie das Sanierungsprogramm für den Mühlenberg. Ein Sanierungsprogramm will die Verwaltung zudem für den Nordosten von Oberricklingen aufsetzen. Derzeit laufen Voruntersuchungen; später will die Stadt einen Förderantrag beim Land stellen.

Das gesamte Quartier zwischen Pyrmonter Straße und Frankfurter Allee soll neu entwickelt werden. Dazu gehören das Jugendzentrum Gronostraße, die Freiflächen an der Dormannstraße, die Mietshäuser, aber auch der Butjerbrunnenplatz samt der gegenüberliegenden Ladenzeile - ein Umstand, der Anwohner Winfried Dahn ungemein freut. Mehr Sicherheit und mehr Platz könnten im Zuge von „Ricklingen 2030“ und eines Sanierungsprogramms für Oberricklingen geschaffen werden, sagte er. Derzeit fahren drei Stadtbahnlinien über die Wallensteinstraße. Die Linie 17 endet an einem Wechselgleis vor dem Butjerbrunnenplatz. Würde man dieses Pausengleis entfernen und alle Linien durchgehend nach Wettbergen weiterfahren lassen, schlug Dahn vor, dann gebe es endlich Platz für eine ordentliche Signalanlage. Derzeit halten vor allem Schranken die Passanten vom willkürlichen Überqueren der Schienen ab.

Auch um Standortvorteile soll es gehen. Um Grünflächen wie den Ricklinger Forst zum Beispiel, aber auch um identitätsstiftende Einrichtungen wie die Edelhofkapelle oder die Johannes-der-Täufer-Kirche in Wettbergen. Für Gerd Weßling vom Aegir-Schwimmverein gehört auch das Ricklinger Freibad dazu. Es sei ein Besuchermagnet, sagte er. „Dafür brauchen wir auch Parkplätze.“ Wie berichtet, wird voraussichtlich im Herbst auf einem großen Teil des Parkplatzes am Kneippweg ein Flüchtlingsheim gebaut. Eine Alternative, wo Badbesucher in den kommenden Jahren ihre Fahrzeuge abstellen können, wird noch gesucht.

Gesucht werden zudem Ideen für brach liegende Areale auf dem Telefunkengelände oder neben dem Finanzamt an der Göttinger Chaussee. Auf Letzterem könnte Platz für Studentenwohnheime sein. Fritz Seeberg vom Stadtteilzentrum Weiße Rose schlug vor, die Fußgängerzone im Mühlenberger Zentrum barrierefrei zu gestalten. „Wir brauchen altersgerechte Einkaufsmöglichkeiten“, sagte er. Und was wird aus dem Eon-Komplex in Mühlenberg, wenn der Energiekonzern vielleicht irgendwann seine Verwaltung umbaut? Darauf sollen ebenfalls Antworten gefunden werden. Auch auf Wünsche wie diese sollen die Berater eingehen: bessere Wege zwischen Mühlenberg und Wettbergen-West, Stärkung des Einzelhandels und mehr Treffpunkte für Jugendliche.

Von Marcel Schwarzenberger

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Ricklingen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 9. Stadtbezirk von Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363), Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte: Im alten bäuerlichen Dorfkern liegt die Edelhofkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit Glasmalereien von Charles Crodel (1960). Im Dreißigjährigen Krieg lagerte Tilly im Wrampenhof an der Düsternstraße. Das Dorf Ricklingen wurde 1913 in die damalige Stadt Linden und mit dieser 1920 in die Stadt Hannover eingemeindet.
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