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Ricklingen Ricklinger Deichbau endet im Herbst 2017
Hannover Aus den Stadtteilen Ricklingen Ricklinger Deichbau endet im Herbst 2017
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00:15 18.06.2016
Reges Interesse bei den Ricklingern: Ein Stadtteilrundgang zu den wichtigsten Orten führte im vergangenen Jahr auch zum alten Ricklinger Deich. Quelle: Schwarzenberger
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Hannover

Ein letzter Bauabschnitt zwischen dem Studentenwohnheim Am Papehof und dem Edelhof Ricklingen muss noch bearbeitet werden. Aber die meisten Aufgaben sind erledigt.

Seit 2013 baut die Stadt den Ricklinger Deich aus. Vom Papehof bis an den Südschnellweg reicht die bisher fertige Strecke. Allein in diesen Abschnitt investierte die Stadt bislang 1,6 Millionen Euro. Das seien 300 000 Euro weniger, als ursprünglich dafür geplant, lobte die SPD-Fraktionsvorsitzende Sophie Bergmann. „Der Deich gibt schon jetzt ein Gefühl der Sicherheit“, sagte sie. Denn die neuen Erdwälle, Staumauern - darunter die eigens für den Hochwasserschutz verstärkte Südmauer des Michaelis-Friedhofs - und Fluttore sollen bereits in diesem Ausbaustadium ihre Aufgabe erfüllen. Sie schützen Ricklingen vom Süden her.

Schutz soll auch bei Extremwetterlagen funktionieren

Die Anlagen verhindern, dass Regen- oder Schmelzwasser von der nahegelegenen Beeke - wie die Ihme im Stadtteil heißt - über die Straße An der Bauerwiese in die Wohnviertel schwappt, wie es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder einmal geschah. Auch bei Extremwetterlagen soll der Schutz funktionieren. Der neue Deich ist so geplant, dass er selbst einer sogenannten Jahrhundertflut, wie sie statistisch gesehen alle paar Jahrzehnte anfallen könnte, standhält. „Ich bin froh, dass die wichtigsten Abschnitte jetzt fertig sind“, sagte auch Hans-Jörg Schrader (FDP).

Im März hat die Stadt das Teilstück am Papehof abgeschlossen. Dort wurde eine zwei Meter hohe Hochwasserschutzwand installiert. Derartige Wände und Staumauern werden nun auch von der Wohnanlage Am Papehof bis zum Edelhof installiert. Dort reichen die neu gebauten Abschnitte bis an den alten Ricklinger Deich heran, der bereits 1954 gebaut wurde.

Umfangreiches Hochwasserschutzporgramm

Seit 2008 läuft ein umfangreiches Hochwasserschutzprogramm der Stadt. Insgesamt 30 Millionen Euro wurden und werden investiert. Der Neubau der Benno-Ohnesorg-Brücke in Linden bekam breitere Durchflüsse als der Vorgängerbau; es folgten Abgrabungen am Ihmeufer. Der neue Ricklinger Deich schließt das Programm vorläufig ab. In Ricklingen gab es während des Planungsverfahren keinen Widerstand gegen die Bauvorhaben. Ganz anders in Linden und der Calenberger Neustadt: Dort wurden sowohl der Brückenneubau als auch die Abgrabungen am Ihmeufer, für die unter anderem zahlreiche Bäume weichen mussten, von heftigen Debatten begleitet.

Von Marcel Schwarzenberger

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