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Ricklinger Karnevalisten sind eine Narrenlänge voraus

Ricklinger Karnevalisten sind eine Narrenlänge voraus

Unter dem Motto „Immer eine Narrenlänge voraus“ haben die Fidelen Ricklinger von 1980 (weiß-rot) am vergangenen Sonnabend das Narrenschiff zum Wanken gebracht. Mit Gesang, Tanz und Büttenreden wurde im Fritz-Haake-Saal bis tief in die Nacht gefeiert.

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Mal in entspannter Pose: Das Tanzduo Nicole und Luisa.

Quelle: Benjamin Behrens

Ricklingen. Auch Hannovers Prinzenpaar Philipp I. und Sara I. gab sich im Festsaal des Freizeitheims Ricklingen die Ehre. Und wie jedes Jahr haben die Narren wieder einen verdienten Ricklinger Bürger zum Ehrensenator gewählt. Der langjährige Vorsitzende des Deichgrafenkollegiums und stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Ricklinger Vereine, Klaus Wolandewitsch, übernahm die Amtswürde. Er tritt in die närrischen Fußstapfen von Hans-Karl Leonhardt.

"Karneval ist eigentlich nicht so das, was ich immer im Kopf hatte“, sagt Wolandewitsch. Dennoch war er schon von Geburt an ein fideler Ricklinger, wie er sagt. Der Neugewählte nutzte seine Antrittsrede auch für ein paar nachdenkliche Worte. „Die Bedrohungen scheinen für die friedliche Menschheit immer chaotischer und schrecklicher zu werden“, gibt der Ehrensenator zu bedenken. Umso wichtiger sei es, weiterhin Freude am Leben zu haben, zu feiern und „den freiheitlichen Weg weiterzugehen“. Als Ausgleich für die mahnenden Worte erzählte der Ehrensenator eine Anekdote, die lange vor der Gründung der Weiß-Roten spielt: „Ich habe festgestellt, dass es offenbar einen Narren- oder Jeckenvirus geben muss.“ Mitte der Siebzigerjahre war der Geehrte als Vertreter des Landes Niedersachsen im Bonner Finanzministerium in einer Arbeitsgruppe tätig. Morgens in der Straßenbahn begegnete ihm ein würdiger Herr mit Aktentasche, Narrenkappe und roter Pappnase. „So was hatte ich noch nicht gesehen.“ Der Verkleidete erwies sich als Angehöriger des Ministeriums. „Um kurz nach elf sprang plötzlich die Tür auf, herein strömten verkleidete Damen mit Rollschuhen“, erinnert sich der Senator an seine erste Begegnung mit dem Bonner Karneval. Und natürlich sah er bei dieser Gelegenheit den Mann aus der Straßenbahn wieder - fröhlich tanzend. „Mir wurde klar, es gibt diesen Jeckenvirus.“

Die Fidelen hatten ein abwechslungsreiches und buntes Programm mit an Bord des Narrenschiffs genommen. Die Junioren waren mit neuem Showtanz, Gardetanz und dem Tanzpaar Sanja und Nico sowie dem Mariechen Maylin am Start. Die Aktiven bewiesen ebenfalls ihr Tanzvermögen mit Garde, Showtanz und den beiden Mariechen Luisa und Nicole. Eines der Highlights war die fast in völliger Dunkelheit unter UV-Licht gezeigte Show der Starlights. Trotz kleiner technischer Pannen bei der Beleuchtung brandete tosender Beifall durch den abgedunkelten Saal. Auch die Beekesänger sorgen für mächtig Stimmung. Neuzugang Hans-Karl Leonhardt schlug sich beachtlich, trotz Lampenfiebers. Abgerundet wurde der Abend vom Männerballett der KG Blau Gelb Buchholz. Anschließen sorgte das Partyduo La Musica für tanzbare Musik.

Von Benjamin Behrens

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Ricklingen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 9. Stadtbezirk von Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363), Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte: Im alten bäuerlichen Dorfkern liegt die Edelhofkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit Glasmalereien von Charles Crodel (1960). Im Dreißigjährigen Krieg lagerte Tilly im Wrampenhof an der Düsternstraße. Das Dorf Ricklingen wurde 1913 in die damalige Stadt Linden und mit dieser 1920 in die Stadt Hannover eingemeindet.
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