Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Shona-Skulpturen in Ricklingen zu sehen

Ausstellung Shona-Skulpturen in Ricklingen zu sehen

Der Kunstagent Caleb Munemo versucht, seine simbabwische Kultur zu erhalten und organisiert am Wochenende eine Ausstellung in Ricklingen. "Shona, das ist mein Leben, das ist meine Kultur", sagt der 56-Jährige.

Ginsterbusch 24, Hannover 52.336816 9.704381
Google Map of 52.336816,9.704381
Ginsterbusch 24, Hannover Mehr Infos
Nächster Artikel
Chorprojekt sucht Sänger für Oratorium

„Shona, das ist mein Leben, das ist meine Kultur“: Caleb Munemo sucht Käufer für die eindrücklichen Serpentin-Figuren aus Simbabwe.

Quelle: Markus Holz

Hannover. Sie heißen Peter Kananji, Lovemore James und Collen Sixpence. Sie schlagen ihre künstlerischen Gedanken in extrem harten Serpentin. Und sie versuchen, sich auf dem nicht weniger harten europäischen und amerikanischen Kunstmarkt einen Namen zu machen. Am 30. und 31. Juli ist in Ricklingen eine Ausstellung der Shona-Künstler aus Simbabwe zu sehen.

Shona heißt die Hauptbevölkerungsgruppe in Simbabwe und die Stilrichtung der Bildhauer. Große Schulen versuchen, die Shona-Kultur zu erhalten. Bildhauer lassen sich dort ausbilden, weil die Kultur ihre Wurzeln berührt und es ihren klassischen Serpentin nur dort gibt. Es ist ein künstlerisches Handwerk, weitergereicht über Generationen.

Figuren ziehen von Ort zu Ort

In Velber steht der gut zwei Meter hohe „Prophet“ von Peter Kananji. Im Garten von Familie Jacobsen in Garbsen war im Mai/Juni eine sehenswerte Gartenausstellung zu besuchen, ebenso bei einem Fest in Bennigsen am Wochenende. Die Skulpturen sind nun weitergezogen in den Garten Bostelmann in Hannover-Ricklingen, Ginsterbusch 24. Am 30. und 31. Juli ist die Schau dort von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

Caleb Munemo aus Garbsen ist der Agent der drei Künstler - ein Wandler zwischen den Welten der Shona in Simbabwe und Europa. Der 56-Jährige stammt aus einer Bildhauerfamilie in Simbabwe. Zwei seiner Brüder stehen dort selbst täglich am Stein. Munemo sieht sich als Mittler. Und er versucht, mit dem Verkauf für ihren Unterhalt und den anderer Künstler zu sorgen.

"Es ist mühsam"

Gibt es einen Markt? Gibt es Sammler? „Ja, die Szene wächst, aber es ist mühsam“, sagt er. Und das, obwohl Shona-Skulpturen in renommierten Häusern wie dem Museum of Modern Art in New York und dem Rodin-Museum in Paris stehen. In manchen Monaten verkauft er gut, dann ist das Schulgeld für die Kinder in Simbabwe für einige Zeit gesichert. „Und manchmal dauert es fünf Jahre, bis sich ein Käufer findet“, sagt Munemo. Das setzt ihn und die Künstler gleichermaßen unter Druck. „Immer mehr junge Künstler schielen auf das Geld und darauf, was im Westen gefragt ist. Nicht mehr auf das, was sie ausdrücken wollen. Die Kunst verändert sich.“

Von Markus Holz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ricklingen
So schön ist Hannover-Ricklingen
Ricklingen in Zahlen
  • Stadtbezirk : Ricklingen, 9. Stadtbezirk von Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 43.422
  • Einwohner je Stadtteil: Bornum (1.363), Mühlenberg (6.582), Oberricklingen (10.327), Ricklingen (12.685) und Wettbergen (12.465)
  • Bevölkerungsdichte : 2.948 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30453, 30457, 30459
  • Markantes aus der Geschichte: Im alten bäuerlichen Dorfkern liegt die Edelhofkapelle aus dem 14. Jahrhundert mit Glasmalereien von Charles Crodel (1960). Im Dreißigjährigen Krieg lagerte Tilly im Wrampenhof an der Düsternstraße. Das Dorf Ricklingen wurde 1913 in die damalige Stadt Linden und mit dieser 1920 in die Stadt Hannover eingemeindet.
Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.